Inforamtionen zum Coronavirus für Unternehmen

Update: Grenzschließung zu Tschechien

Landkreis richtet Koordinierungsstelle zur Unterbringung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein

Tschechien hat eine mehrmonatige Schließung seiner Grenzen beschlossen, diese neue Regelung gilt jetzt auch für tägliche Berufspendler. Eine Entscheidung, die den Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge vor große Herausforderungen stellt. Denn in vielen Berufen sind inzwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Nachbarland beschäftigt, viele Unternehmer sind auf diese Arbeitskräfte dringend angewiesen.

Der Beschluss der tschechischen Regierung vom gestrigen Montag sieht vor, dass Betroffene in dieser Zeit entweder zuhause in Tschechien bleiben können oder sich alternativ für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft suchen. Kehren die Pendler dann in die Heimat zurück, müssten sie sich in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben. Die Regelung tritt bereits am Donnerstag in Kraft,  soll zunächst für drei Wochen gelten und werde von der Polizei streng kontrolliert, so die Ankündigung aus Prag.

Im Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge hat man auf diese Herausforderung umgehend reagiert und eine Koordinierungsstelle für Unterkünfte für ausländische Arbeitnehmer eingerichtet. Dort können sich ab sofort Arbeitgeber aller Branchen melden, die Übernachtungsgelegenheiten für ihre Angestellten suchen. Auch Hoteliers, Inhaber von Pensionen und Ferienwohnungen, aber auch andere Organisationen, die derzeit über freie Bettenkapazitäten verfügen können mit der Koordinierungsstelle Kontakt aufnehmen.

Angebot und Nachfrage laufen in der Wirtschaftsförderung des Landkreises zusammen. Das Ziel: möglichst schnell für beide Seiten gute und unbürokratische Lösungen zu finden.

Erreichbar ist die Koordinierungstelle ab sofort telefonisch unter 09232-80483 oder per Email unter rainer.raedel@landkreis-wunsiedel.de


Welche Unterstützung gibt es für Unternehmen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten?

Nach der Bayerischen Staatsregierung hat auch die Bundesregierung ein Soforthilfeprogramm für Betriebe und Freiberufler aufgelegt.

Die Verzahnung der beiden Programme ermöglicht höhere Zahlungen für alle abgedeckten Betriebsgrößen.

Um von den höheren Konditionen des Bundes- und Landesprogramms profitieren zu können, stellen Sie bitte einen neuen elektronischen Antrag.

Wichtiger Hinweis:

Falls Sie schon einen Antrag gestellt haben (unabhängig davon, ob Sie schon einen Bescheid oder eine Auszahlung erhalten haben), kreuzen Sie dies bitte im elektronischen Antragsformular an.

Die Antragstellung für die Soforthilfe-Programme des Bundes bzw. des Freistaats Bayern erfolgt ausschließlich online.

Den Antrag auf Soforthilfe finden Sie unter: www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona

Höhe der Soforthilfe
 

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro.

Obergrenze für die Höhe der Finanzhilfe ist der Betrag des durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpasses.
 

Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente:

  • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1
  • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Die Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitäquivalente erfolgt im elektronischen Antrag systemseitig.

Nach der Erfassung der Anzahl Ihrer Beschäftigten erkennt und entscheidet das Programm, ob bei Ihnen das bayerische oder das bundesdeutsche Soforthilfe-Programm zur Anwendung kommt.
 

Antragsberechtigte
 

Antragsberechtigt sind Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und Unternehmen (bis zu 10 Beschäftigten: einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion), die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

Sollte es sich um ein verbundenes Unternehmen handeln, ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen.

Liquiditätsengpass bedeutet, dass der Antragsteller durch die Corona Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/)

Ergänzende Hinweise:
 

Die detailierten Programmbedingungen zum Soforthilfeprogramm finden Sie auf den Webseiten der Bayerischen Staatsregierung unter www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona sowie der Regierung von Oberfranken (Bezirksregierung) unter www.regierung.oberfranken.bayern.de.

Bitte informieren Sie sich vor Antragstellung über die Förderbedingungen auf den genannten Webseiten.

Anträge können ausschließlich online gestellt werden. Die Bewilligungsbehörden bitten Sie, keine Anträge mehr per PDF oder per Post einzureichen, da diese ab sofort nicht mehr bearbeitet werden.

 

Alle Informationen zum Soforthilfeprogramm der Bayerischen Staatsregierung finden Sie unter: www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Neben der Soforthilfe stehen weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen zur Verfügung.
Diese sind:

Unter www.stmwi.bayern.de/coronavirus/ finden Sie weitere Informationen zu:

  • Risikolage und Reisewarnungen
  • Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen, Gastgewerbe
  • Veranstaltungen
  • Gesundheits- und Arbeitsschutz
  • Arbeitsrecht
  • Kinderbetreuung
  • Handel mit China
  • Aufhebung Sonntagsfahrverbot
  • Grenzkontrollen

Die Informationen werden laufend aktualisiert!

Wir empfehlen allen Unternehmen, sich regelmäßig auf den Webseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie der Regierung von Oberfranken über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.

Gerne steht Ihnen das Team der Wirtschaftsförderung des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge für Rückfragen zur Verfügung.

Ansprechpartner im Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge: 
 

Rainer Rädel
Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge
Wirtschaftsförderung
Jean-Paul-Str. 9
95632 Wunsiedel
Tel.: (0 92 32) 80-4 83
Fax: (0 92 32) 80-94 83
Mail: rainer.raedel@landkreis-wunsiedel.de

 

Welche Läden und Geschäfte dürfen öffnen?
 

Eine Öffnung ist nur für den Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Filialen der Deutschen Post AG, Tierbedarf, Tankstellen, Reinigungen und der Online-Handel. Alle anderen Ladengeschäfte des Einzelhandels sind zu schließen.

In folgender Positivliste wird auf bekanntgewordene Zweifelsfälle eingegangen. Sie dient nur als ergänzende Auslegungshilfe für die Allgemeinverfügungen.

Positivliste: Welche Geschäfte weiterhin öffnen dürfen?

 

Welche Regelungen gelten für Gastronomiebetriebe

Gastronomien müssen vollständig geschlossen werden. 
Lieferdienste und Drive-Ins dürfen weiterhin betrieben werden. 


Dürfen Tattoo-, Piercing-, Beauty-, Nails- oder sonstige ähnliche Studios/Geschäfte geöffnet sein?
 

Nach gegenwärtigem Rechtsstand fallen Tatoo-, Piercing-, Beauty-, Nails- oder sonstige ähnliche Studios/Geschäfte unter die Ziffer 2 der Allgemeinverfügung vom 16.03.2020 AZ. 51-G8000-2020/122-67 (mit Änderung vom 17.03.2020) und  dürfen demzufolge nicht geöffnet sein. Die Öffnung dieser Einrichtungen ist untersagt!

 

Ist Online-Handel noch erlaubt?
 

Online-Handel: Erlaubt ist nach unserer Ansicht nicht nur der Online-Handel mit Online-Großhändlern. Es wäre auch erlaubt, dass ein kleineres Ladengeschäft online oder telefonisch Bestellungen annimmt und dem Kunden die Waren zusendet. Kontakte im Ladengeschäft sollten jedoch nicht stattfinden. Der Aufbau einer Ware beim Kunden wäre wiederum eine Dienstleistung/Handwerk, die erlaubt sind.

 

Dürfen Ladengeschäfte für Tabak und Tabakprodukte, Elektrische Zigaretten, Shishas, etc. geöffnet sein?
 

Der Betrieb von Ladengeschäften für Tabak und Tabakprodukte, Elektrische Zigaretten, Shishas, etc. ist nach der Allgemeinverfügung nicht zulässig.