Impfzentrum (Betrieben vom BRK-Kreisverband Wunsiedel)

Bayern hat am 27.12.2020 mit den ersten Impfungen gegen das SARS-CoV-2 Virus begonnen. Da der Impfstoff anfangs leider nicht für alle reicht, sollen die besonders gefährdeten Menschen zuerst geschützt werden. Die Impfungen dieser Personengruppen werden vor allem durch mobile Impfteams direkt vor Ort in den Alten- und Pflegeheimen erfolgen.

Die ersten Impfungen im Impfzentrum selbst erfolgten am 9. Januar 2021.

Der BRK-Kreisverband Wunsiedel betreibt im Auftrag des Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge das Impfzentrum im BRK-Haus in Wunsiedel, Rot-Kreuz-Straße 7.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) aufbaut. Diese Rechtsverordnung ist am 15. Dezember 2020 in Kraft getreten.

Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen.

Nach der ImpfVerordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Auch das Personal dieser Häuser, Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der ersten Gruppe.

Diese Reihenfolge wird auch bei den zweiten Impfungen beibehalten.

Die Priorisierung im Einzelnen:

Höchste Priorität

  • über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen
  • Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin

Hohe Priorität

  • über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • enge Kontaktpersonen von solchen pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, an Trisomie 21 oder einer geistigen Behinderung (bzw. Demenz) leiden oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind 

Erhöhte Priorität

  • über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen 

Weitere ausführliche Informationen rund um die Impfungen gegen das Corona-Virus finden Sie auch unter www.coronaimpfung.bayern.de

Für eine Impfung müssen sich Bürgerinnen und Bürger an das Impfzentrum an ihrem Wohnsitz oder am Ort ihres ständigen Aufenthalts wenden. Das gilt selbst, wenn ein anderes Impfzentrum näher oder besser zu erreichen ist.

Bei der Planung sollte beachtet werden, dass gleich zwei Termine vereinbart werden, da nach 21 Tagen eine zweite Impfung notwendig ist, um den vollen Immunschutz zu erhalten

Online-Anmeldung über Impfzentrum Bayern

Registrierung: https://impfzentren.bayern/

Die Registrierung kann ab sofort jede Bürgerin / jeder Bürger jeden Alters nutzen! Die Software sammelt alle Anmeldungen, priorisiert automatisch, organisiert die Impftermine und verschickt am Ende auch die Einladungen zur Impfung. 

Wichtige Hinweise zur Registrierung:

  • Bei der Verwendung des Internet Explorers können Probleme auftreten! Um eine reibungslose Registrierung durchzuführen, verwenden Sie bitte Google Chrome oder Firefox.
  • Es kann sich nur eine Person pro Email-Adresse anmelden. 
    Die Sicherheit der persönlichen Daten der Bürger hat einen hohen Stellenwert. Für die Erfassung von sensiblen Daten im Internet wird daher eine so genannte 2 Faktor Authentifizierung benötigt, d.h. jeder Nutzer muss 2 unterschiedliche Faktoren der Erreichbarkeit zu seiner eindeutigen Identifizierung angeben. Diese Faktoren sind:
    1. E-Mail Adresse: Jeder Nutzer benötigt eine eindeutige E-Mail Adresse, d.h. jede E-mail Adresse kann nur einmal verwendet werden!
    2. Mobiltelefonnummer: Eine SMS dient als zweiter Faktor. Mobiltelefonnummern können mehrfach verwendet werden (bitte beachten Sie das internationale Rufnummernformat mit +49 statt der führenden Null z.B. +491791234567 statt 0179/1234567). Sobald Sie einen Termin ausgemacht haben, müssen Sie diesen durch eine PIN freischalten, die Sie dann per SMS erhalten.

Telefonische Anmeldung

Eine telefonische Anmeldung ist täglich in der Zeit von 09:00 bis 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 09232 6008959 möglich. Bitte beachten Sie, dass es bei der telefonischen Anmeldung zu längeren Wartezeiten kommen kann

Auch über die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116 117 werden Sie an das für Sie zuständige Impfzentrum weitergeleitet.

  • Terminbestätigung
  • Personalausweis
  • Impfausweis / Impfpass / Impfbuch (falls vorhanden)
  • Diabetikerausweis
  • Medikamentenliste

Wichtig ist, dass Sie wissen, welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen; am besten notieren Sie sich diese schon zu Hause und bringen diese Liste zum Impftermin mit.

Die Coronaschutzimpfung wird, wie jede andere Impfung auch, im Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung dokumentiert.

Zur Vorbereitung können Sie sich bereits die Aufklärungsbögen des RKI beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege herunterladen: "Weitere Dokumente für die Impfung"

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