Bevölkerungsentwicklung im Fichtelgebirge - aktuelle Prognose bestätigt vorhandenen Aufwärtstrend

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Einmal im Jahr veröffentlicht das Bayerische Landesamt für Statistik seine Prognose zur Bevölkerungsentwicklung. Dabei handelt es sich um eine Berechnung, die stets den Zeitraum der nächsten 20 Jahre zum Gegenstand hat. Laut der jüngsten Hochrechnung, die erste kürzlich veröffentlicht worden ist und auch Grundlage einiger Berichte in den örtlichen Medien war, würden bis 2036 die Regionen rund um die Landeshauptstadt München weiter wachsen, während der Landkreis Wunsiedel um über 15% schrumpfen soll. Konkret sagt  die Berechnung eine Einwohnerzahl von dann noch 62.000 Personen voraus.

Auch in der Kreisentwicklung des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge werden solche Zahlen mit großem Interesse verfolgt, genau analysiert und durchaus positive Schlüsse gezogen. Betrachtet man zum Beispiel die Prognose aus dem Jahr 2008, geht dieses Zahlenwerk von einem Bevölkerungsstand im Jahr 2028 von dann noch 61.400 aus. Schaut man sich die Berechnung von 2012 an, liegt die prognostizierte Zahl für das Jahr 2028 schon bei 64.600. Nimmt man die jüngste Erhebung, sind für das Jahr 2028 sogar 66.500 im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge lebende Personen vorhergesagt. Der Grund dafür sind die Einwohnerzahlen der vergangenen Jahre, die sich positiver entwickelt  haben, als es vorangegangene Prognosen errechnet hatten. Diese hatten die Zahlen aus der Vergangenheit zu Grunde gelegt, damals wies der Landkreis tatsächlich noch ein Minus von rund 1000 Einwohnern pro Jahr aus. Heute ist das aber anders, das Minus ging schon in den letzten Jahren gegen null. Vergleicht man die Einwohnerzahlen aus den Jahren 2015 und 2016 war sogar erstmals ein Zuwachs zu verzeichnen, und auch im ersten Halbjahr 2016 weist der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge hier ein Plus aus.  

„Wir gehen davon aus, dass sich diese positive Entwicklung auch in den kommenden Erhebungen fortsetzt“, sagt Landrat Dr. Karl Döhler. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel getan, um das Thema Demografie positiv zu entwickeln und die Erfahrung zeigt: solche Prognosen sind mathematische Zahlenwerke und keine unabänderlichen Tatsachen. Sie kommen zu ihren Ergebnissen, indem sie Entwicklungen aus der  Vergangenheit auf die Zukunft hochrechnen. Positive Entwicklungen in der Praxis nehmen auf die Berechnungen zunächst einmal keinen Einfluss. Doch genau die haben wir vorzuweisen: dank unserer intensiven Bemühungen - zuletzt auch mit dem Start der Imagekampagne #freiraumfürmacher – haben wir den Bevölkerungsrückgang in den vergangenen Jahren schon deutlich bremsen können. Eine Trendwende in Bezug auf die demografische Entwicklung zu erzielen, bleibt unser Ziel. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir hier im Fichtelgebirge auf dem richtigen Weg sind.“

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