JuKu-Mobil als einzigartiges Projekt im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge

Malsachen

Ab Januar 2019 startet im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge ein bayernweit einzigartiges Modellprojekt. Das JUGEND-KUNST-MOBIL (JuKu-Mobil) ist ein Kleinbus, der mit Materialien und einem Netzwerk von KünstlerInnen ausgestattet – zunächst für drei Jahre – in unserem Landkreis unterwegs sein wird, um in Jugendzentren und -treffs, in Schulen und Kindertageseinrichtungen, bei Festen/Märkten/Messen und an vielen anderen Orten kunst- und kulturpädagogische Module anzubieten und umzusetzen.

Das „JuKu-Mobil“ soll Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen ein flächendeckendes Angebot an kulturellen Angeboten und Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Durch den niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten kultureller Bildung können die Kinder und Jugendlichen unkompliziert, wohnortnah und kostenlos/günstig an den Formaten des „JuKu-Mobils“ teilnehmen. Kunst- und kulturpädagogische Angebote erfüllen mehrere, nachhaltige Zwecke: so wird das Selbstbewusstsein sowie die Selbstverwirklichung und -entfaltung der TeilnehmerInnen gefördert, durch das kreative Ausprobieren im geschützten Rahmen steigt das Gefühl der Selbstwirksamkeit der jungen Menschen.

Das „JuKu-Mobil“ soll auch gezielt mit Jugendlichen an deren Definition von Heimat und Identität arbeiten. Projekte, in denen öffentliche Orte wie Jugendzentren oder Plätze verschönert werden, sollen zentraler Bestandteil des Projekts sein. Der Slogan „Freiraum für Macher“ soll von den TeilnehmerInnen mit Leben gefüllt werden, indem sie ihre Wünsche und Erwartungen an den Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge formulieren und diese Ideen mithilfe von Künstlerinnen und Künstlern vor Ort umsetzen. Das Projekt trägt damit auch zu einer langfristigen Verschönerung von öffentlichen Plätzen bei.

Ein weiterer Arbeitsbereich des „JuKu-Mobils“ wird das Projekt „heimaRt“ sein, welches gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef in Wunsiedel umgesetzt wird. Die BewohnerInnen setzten sich dabei intensiv mit den Begriffen Heimat und Identität auseinander. Dabei soll z.B. ein Videofilm erstellt werden, der mithilfe von Dokumentaraufnahmen, Interviews aber auch fiktiven Sequenzen darstellen soll, wie sich „Kinderheim“ von innen bzw. außen betrachtet anfühlt. Außerdem können Kinder und Jugendliche aus dem Heim und von außerhalb gemeinsam eine Wanderausstellung planen und erstellen. Die spartenübergreifenden Exponate können z.B. aus den Bereichen Malerei, Skulpturen, Graffiti, Handwerk, Holipulver-Aktivitäten, oder Bodypainting kommen.

Das Bewerbungsverfahren für das „JuKu-Mobil“- Management läuft ab sofort (siehe Stellenausschreibung). Diese soll neben der Organisation des Projektes auch selbst Angebote für Kinder und Jugendliche in deren gewohntem Umfeld machen. Dabei soll schon in der Planungsphase auf die Wünsche und Bedürfnisse der jungen Menschen eingegangen werden. Die Vernetzung der Anbieter ist ein weiteres Aufgabengebiet des Projektmanagements.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das „JuKu-Mobil“ als ein Baustein versteht, um allen LandkreisbewohnerInnen ein flächendeckendes, professionelles und kontinuierliches kulturelles Angebot, welches unabhängig von Einkommen, Wohnort oder Bildungsstand ist, zur Verfügung zu stellen.

Das Projekt erfolgt in Kooperation des Landkreises Wunsiedel i.F. mit dem LJKE Bayern und dem Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef. Die Federführung im Landratsamt liegt beim Kreisjugendamt/Kommunale Jugendarbeit, Herr Reschke.

Die Mitglieder der Projekt-Steuerungsgruppe sind Martin Reschke (Kreisjugendamt/Kommunale Jugendarbeit), Sarah-Alena Thoma (Sozialplanung), Julia Schelter (Regionalmanagement) und Sandra Wurzel (Kreisjugendamt Wunsiedel).