Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung - Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge

Oft  entstehen die besten Ideen, wenn man sich mit anderen austauscht. Ein Wort ergibt das andere, aus einem Gedanken entwickeln sich Konzepte. Sich mit Gleichgesinnten treffen, netzwerken, ins Gespräch kommen und Ideen weitergeben und gemeinsam weiterentwickeln ist deshalb auch das Prinzip des  Forums Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Metropolregion Nürnberg, das heute (30.7.) in Weißenstadt tagt.

Beiden Themen werde im Fichtelgebirge ein hoher Stellenwert eingeräumt, sagt Landrat Dr. Karl Döhler aus diesem Anlaß. Schließlich vermarkte man sich mit der Kampagne #freiraumfürmacher, der gewisse Markenkennzeichen zu Grunde liegen. Einer davon sei naturschätzend, und dies spiegle sich auch in der Herangehensweise des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge wieder, wenn es um die Punkte Klimaschutz und Nachhaltigkeit gehe.

Klimaschutz, Windkraft, Elektromobiliät

Seit Jahren verfolge man eine dementsprechend klare Linie, die 2012/2013 mit der Arbeit an einem Klimaschutz- und einem Radverkehrskonzept begonnen habe. Im Jahr 2016 habe man dann zwei Klimaschutzmanager eingestellt und sei seitdem auch Mitglied des Forums Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Metropolregion Nürnberg, so Döhler.

Diese ersten Bemühungen habe man zuletzt erweitert. Aktuell arbeite man an einem übergeordneten Mobilitätskonzept im Bereich ÖPNV. Ziel des Gutachtens ist es, ein bürgernahes und wirtschaftlich vertretbares Nahverkehrsangebot für das Fichtelgebirge zu entwickeln. Bedarfsgesteuerte Linien werden dabei sicher eine gewichtige Rolle spielen.

Parallel dazu werde derzeit auch ein Konzept in Sachen Elektromobilität erstellt, das sich mit der Frage beschäftigt, wo öffentliche E-Ladestationen in den Kommunen im Landkreis entstehen sollten. Ziel sei, diese letztendlich so zu platzieren, dass die Besucher an Attraktionen im Landkreis Zeit verbringen, während Ihr E-Auto wieder geladen werden kann. Eine Win-Win-Situation sozusagen.

„Wir nehmen das Thema Klimaschutz hier im ländlichen Raum sehr ernst und möchten technische Innovationen hier im Landkreis nutzbar machen, um noch attraktiver zu werden“, sagt Döhler. „Dazu sehen wir es als unsere Aufgabe, Dinge auf kommunaler Ebene Dinge anzuschieben und zeitgleich auch den Einzelnen für diese Themen weiter zu sensibilisieren.“