Prävention an Grundschulen – neues Team des Landkreises hat Arbeit aufgenommen

Auch für sie hat sowas wie „der Ernst des Lebens“ begonnen. Das neue „PaSst“-Team des Landkreises Wunsiedel i. Fichtelgebirge stellt sich in diesen Tagen und somit - wie angekündigt - zum Start des neuen Schuljahres in den Grundschulen der Region vor. Vor Ort arbeiten sich die drei pädagischen Fachkräfte ein, präsentieren zum Beispiel bei Elternabenden ihre Tätigkeit und verschaffen sich einen Überblick über ihren Bezirk. Denn: jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin hat einen festen Zuständigkeitsbereich, den er oder sie auch dauerhaft betreuen wird. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: gerade in diesem sensiblen Tätigkeitsbereich ist Vertrauen eine der wichtigsten Grundlagen und das kann man nur im kontinuierlichen Austausch auch aufbauen.

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PaSst – diese Abkürzung steht für „Prävention an Schulen stärken“, einem Projekt mit dem das Fichtelgebirge innovative Wege geht und damit vielen anderen Regionen in Bayern und ganz Deutschland einen Schritt voraus ist. Ins Leben gerufen haben es das Kreisjugendamt und  das Schulamt auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die haben gezeigt, dass sich Prävention und eine möglichst frühe Unterstützung sehr positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirken. Auch beim Thema Präventionsarbeit gilt also das Motto: je früher desto besser.

Die drei eigens dafür neu eingestellte pädagogische Fachkräfte gehen direkt in die Grundschulen, wollen Ansprechpartner für Schüler und deren Familien, aber auch für die Lehrer sein. Ihr Ziel: vor Ort möglichst frühzeitig den Bedarf nach Unterstützung festzustellen und falls nötig, auch den Kontakt zu anderen Institutionen herzustellen; zum Beispiel Erziehungsberatungsstellen, Ergo- und Logotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Schulpsychologen bis hin zu Tageskliniken. Im Bereich der Prävention bieten die Spezialisten zum Beispiel Anti-Mobbing-Programme oder Anti-Aggressionstraining an und versuchen so, Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen. Eine Aufgabe, die Zeit braucht. Aus diesem Grund ist das PaSst-Projekt zunächst für drei Jahre angelegt, soll aber nach Möglichkeit auf jeden Fall verlängert werden. Denn der Bedarf ist, da – da sind sich alle Beteiligten einig.  Kontakt zu den PaSst-Mitarbeitern aufzunehmen ist dabei ganz einfach: Wer die Hilfe der drei Spezialisten in Anspruch nehmen möchte, erreicht sie zu den Sprechzeiten in den jeweiligen Schulen, die über die dortigen Sekretariate erfragt werden können.

PaSst TEAM

v.l.n.r.: Sandra Wurzel (Leiterin des Jugendamts), Sebastian Thoma, Jasmin Maier, Chris Huber (pädagogische Fachkräfte), Katleen Rödel (Teamleitung)