Artenschutz: Landkreis und Staatliches Straßenbauamt schließen Vereinbarung

Artenschutz genießt im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge nicht erst seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ einen hohen Stellenwert. Im Naturpark Fichtelgebirge wird das Thema Ökologie traditionell groß geschrieben, der Markenkennwert „naturschätzend“ liegt auch als einer von fünf Faktoren der Imagekampagne #freiraumfürmacher zu Grunde. In den vergangenen Jahren hat man bezüglich des Themas Ökologie schon zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und ist deshalb auch jetzt der geplanten Gesetzgebung einen Schritt voraus.

In der vergangenen Woche hat sich Landrat Dr. Karl Döhler mit dem Team des Staatlichen Bauamts Bayreuth unter der Führung von Siegfried Beck getroffen. Die Anregung zu dem Termin  ist beim Runden Tisch Artenvielfalt entstanden, zu dem der Landtagsabgeordnete Martin Schöffel im Frühjahr nach Bad Alexandersbad eingeladen hatte – in dieser Woche hat das Treffen nun stattgefunden.

Beim diesem Termin haben sich beide Seiten auf den künftigen Umgang mit den Straßenrändern im Landkreis verständigt. Vereinbart wurde, entlang des rund 100 Kilometer langen Kreisstraßennetzes mehr Blühpflanzen anzusähen und anzupflanzen. Zudem sollen die so entstehenden Blühstreifen nur noch einmal im Jahr gemäht werden.

„Natürlich wird die Verkehrssicherheit unter den geplanten Maßnahmen nicht leiden. Es wird eine intensive Abwägung zwischen dem was nötig ist um zum Beispiel Sichtbehinderungen für Verkehrsteilnehmer zu vermeiden, und dem was ökologisch Sinn macht geben“, versichert Landrat Dr. Döhler. „Dennoch möchten wir hier hier im Landkreis unsere Bemühungen für einen noch besseren Artenschutz weiter intensivieren. Die geplanten Blühstreifen entlang der Kreisstraßen sind hier ein gutes Instrument, darüber sind wir uns mit dem Staatlichen Bauamt einig.“