Öffentliche E-Ladeinfrastruktur - Landkreis stellt sich flächendeckend auf

14 Kommunen, 14 neue öffentliche Ladesäulen für E-Autos – mit seiner E-Ladeinitiative schafft es der Landkreis in Kooperation mit interessierten Städten und Gemeinden sowie  den Stadtwerken SWW, ESM und gKU, die Zahl seiner öffentlichen E-Ladesäulen annähernd zu verdoppeln (bislang gab es 15). Die entsprechende Vereinbarung ist heute von allen Beteiligten und Partnern unterzeichnet worden. Dieser Ausbau ist ein wichtiger Punkt im E-Mobilitätskonzept im Fichtelgebirge. Die Umsetzung startet noch in diesem Jahr; bis Ende 2020 soll der Aufbau weitestgehend abgeschlossen sein. Das Ziel: Gäste und Einheimische sollen flächendeckend öffentliche Ladesäulen vorfinden. Die neuen Ladesäulen entstehen in Thierstein, Thiersheim, Marktredwitz, Schönwald, Höchstädt, Arzberg, Kirchenlamitz, Nagel, Marktleuthen, Bad Alexandersbad, Wunsiedel, Tröstau, Weißenstadt und Röslau. Damit wird dann jede Kommune des Landkreises über mindestens eine öffentliche Ladesäule verfügen.

„Die Installation der E-Ladesäulen sehe ich insbesondere an unserem touristischen Informationszentrum Epprechtstein beim Granitlabyrinth als schönes ergänzendes Angebot  für die Gäste an. Ein guter Anfang“, sagt der Kirchenlamitzer Bürgermeister Thomas Schwarz. Und Bürgermeister Theo Bauer aus Nagel ergänzt: „Seitens der Gemeinde Nagel wird die Errichtung einer E-Ladestation mit der finanziellen Unterstützung des Freistaates Bayern sowie des Landkreises sehr begrüßt. Wir freuen uns, dass dadurch sowohl den Gästen und Besuchern als auch den Einwohnern der Gemeinde Nagel die Möglichkeit eröffnet wird, ihre Elektrofahrzeuge aufladen zu können.“

Oberbürgermeister Oliver Weigel aus Marktredwitz sieht weitere positive Aspekte der Entwicklung: „Elektromobilität ist ein wichtiges Zukunftsthema. Die Stadt Marktredwitz geht hier mit gutem Beispiel voran – einige Dienst-Fahrzeuge sind bereits elektrisch unterwegs. Darüber hinaus haben wir mit der Firma Mikar einen kompetenten Partner gefunden und bieten seit 2019 ein Elektro-Leihfahrzeug für die Bevölkerung an. Die entsprechende Ladeinfrastruktur ist hierbei gemeinsam mit dem Landratsamt errichtet worden. Alle städtischen Infrastrukturinvestitionen werden darüber hinaus stets unter dem Aspekt der E-Mobilität durchgeführt, da deren Bedeutung zunehmend wächst. Ein wichtiger Schritt und ein guter Beitrag zum Umweltschutz und in Richtung Green Tech!“ Das sieht auch Bürgermeister Heinz Martini aus Tröstau so und sagt: „Mit dem weiteren Ausbau der E-Ladeinfrastruktur gehen wir den richtigen Weg konsequent weiter. Im Zeichen des Wandels brauchen wir keine Miesmacher sondern Mitmacher und Mutmacher – dann wird es auch gelingen.“

Nach Aussage von Thiersheims Bürgermeister Thomas Schobert ist die Thematik E-Mobilität „ein Themenfeld, das auch kleinere Kommunen nicht aus dem Auge verlieren dürfen. So plant der Markt Thierstein im zentralen Bereich der Hauptstraße bei der Platzneugestaltung eine öffentlichen E-Ladesäule zu installieren und wird Ende des Jahres im Zuge einer Ersatzbeschaffung ein kommunales Dieselfahrzeug durch eine Kangoo ZE mit Elektromotor ersetzen. Auch für Wohnmobillisten stellt das Angebot einer örtliche E-Ladeinfrastruktur einen Standortfaktor dar.“ Und Bürgermeister Bernd Hofmann aus dem benachtbarten Thierstein sagt: „Wir beteiligen uns an einer Entwicklung, deren zukünftige Dimension noch nicht absehbar sein wird.“

Die Fäden der Initiative laufen bei Jürgen Kromer zusammen. Der neue Klimaschutzmanager des Landkreises freut sich über den Zuspruch aus den Kommunen. „Klimaschutz genießt hier im Fichtelgebirge einen hohen Stellenwert. Wir arbeiten an vielen Projekten und stellen uns hier sehr breit auf. Im Bereich Verkehr möchten wir für die Zukunft deshalb nicht nur die E-Mobiltität fördern, auch das Thema  Wasserstoff wird dabei eine große Rolle spielen.“

Hintergrund:

Errichtet werden die neuen Säulen durch den Ladeverbund+. Dahinter stehen rund 60 Stadt- und Gemeindewerken in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Reinland-Pfalz, die bundesweit an der Förderung der E-Mobilität arbeiten und inzwischen mehr als 500 Ladesäulen betreibt.  Gespeist werden die Säulen des Ladeverbunds+ mit regionalen Ökostrom. Die neuen Ladesäulen verfügen über jeweils zwei Ladepunkte.

Finanziert wird das Projekt auch aus Mitteln des Bayerischen Ladeinfrastrukturprogramms sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative. Diese definiert sich selbst wie folgt: „Mit der Nationalen Klimschutzinitiative" initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzinitiativen ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zur konreten Hilfestellung und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher*innen ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

Elnfrastruktur Gruppenbild mit BGM