Auf dem Weg ins nächste Jahrzehnt: Freiraum Fichtelgebirge – nachhaltig und smart

Als einziger Landkreis in Deutschland ist der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge vom Bundesinnenministerium als Modellregion im bundesweiten Smart City Prozeß ausgewählt worden. Unter rund 100 Bewerbern hat es das Fichtelgebirge unter die 13 Sieger des Wettbewerbs geschafft. Im Zuge dieses auf mehrere Jahre angelegten Prozesses werden rund 15 Millionen Euro ins Fichtelgebirge fließen. Das Ziel: digitale Anwendungen zu entwickeln, die Menschen aller Altersklassen im täglichen Leben in einem ländlichen Raum hilfreich sind. Und das ist nur ein Baustein, einer breit angelegten Strategie, das Fichtelgebirge in den nächsten zehn Jahren weiterzuentwickeln.

Dazu ist es natürlich wichtig, zunächst eine Strategie für diesen Prozess, der den Arbeitstitel „Smartes Fichtelgebirge“ trägt, zu entwickeln. Dafür hat man im Fichtelgebirge mit der Firma T-Systems nun einen starken Partner gefunden. Durchgesetzt hat sich das Unternehmen in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. T-Systems wird den Landkreis nicht nur bei der Organisation des breit angelegten öffentlichen Beteiligungsprozesses unterstützen, sondern wird auch Experten für die einzelnen Handlungsfelder zur Verfügung stellen, sowie den Landkreis hinsichtlich der Möglichkeiten der Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Projekte beraten und begleiten.

Landrat Dr. Karl Döhler: „Unser Ziel ist, in dieser ersten Phase des Smarten Fichtelgebirges von unseren Bürgerinnen und Bürgern zu hören, wo der Schuh drückt und wo Ihnen digitale Entwicklungen in der Praxis nützlich sein könnten. Abfragen möchten wir diese Ideen von jungen und alten Menschen, von Unternehmern und ehrenamtlich Tätigen; eben von Personen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und Altersstufen. Ich lade schon heute alle herzlich ein, uns auf diesem Weg konstruktiv zu begleiten.“

Erreichen möchte man dies in den kommenden Monaten durch einen intensiven Bürgerbeteiligungsprozess. Gemeinsam mit T-Systems sollen Ideen entwickelt, auf ihre Machbarkeit hin überprüft und dann zur Umsetzung gebracht werden. Die Projekte sollen die Attraktivität ländlicher Räume als Lebensort für alle Generationen weiter steigern und auch die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend positiv beeinflussen.

Der Beteiligungsprozess steht dabei auf verschiedenen Säulen. Neben öffentlichen Veranstaltungen wird es Interviews mit Unternehmern und Netzwerksvertretern geben. Externe Experten werden in der Folge die Ideen, die dort entwickelt werden, kritisch begleiten und auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüfen. Mitwirken können alle Interessierten zudem über eine Online-Plattform, auf der Anregungen gesammelt werden, der gesamte Strategieentwicklungsprozess dokumentiert und folglich transparent gehalten wird, sowie der Austausch mit dem Team aus dem Landratsamt stattfindet. Für die Jugend im Landkreis wird es eigene Veranstaltungen geben, um gezielt deren Ideen zu sammeln und zu diskutieren.

Die Telekom engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt im Bereich Smart Cities und Regionen, gemeinsam mit starken Partner wie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund oder der UN. „Wir freuen uns, die Strategie für ein Smartes Fichtelgebirge mit gestalten zu dürfen. Die Telekom versteht sich als Partner für den digitalen Wandel von Städten und Regionen“, sagt Ole Schilling, VP Co-Creation & Partner Innovation Smart Cities & Regions, Deutsche Telekom. „Die Erarbeitung eines Kreisentwicklungskonzeptes gibt uns die Möglichkeiten alle Facetten der Digitalisierung zu nutzen, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger im Fichtelgebirge zu erhöhen, die Nachhaltigkeit zu steigern und natürlich auch effizienter zu werden.“ Ihre Smart City Expertise bringt die Telekom unter anderem bei den Themenfeldern Energie, E-Government, Gesundheit und Mobilität mit ein.

Thomas Edelmann, der Leiter der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge: „Uns im Fichtelgebirge ist es in den vergangenen Jahren zunehmend gut gelungen, die vorhandenen Freiräume zu nutzen. Mit dem Smarten Fichtelgebirge arbeiten wir an einer neuen wichtigen Säule für die zukünftige Entwicklung der Region, im Bereich Energie werden wir mit der Wasserstoffregion einen guten Schritt in die Zukunft machen. Wir haben mit der Imagekampagne #freiraumfürmacher im Hinblick auf unsere Bekanntheit viel erreicht und werben zukünftig mit dem Freiraum Fichtelgebirge auch noch verstärkt nach innen. Die Fichtelgebirgler haben dabei auf vielen Ebenen die Möglichkeit, Ihre Heimat dynamisch und positiv mitzugestalten. Ich gehe davon aus, dass all das Früchte tragen wird.“ 

Gruppenbild TSystems

FOTO Smartes Fichtelgebirge

v.l.n.r.: Thomas Edelmann (Leiter Entwicklungsagentur Fichtelgebirge), Landrat Dr. Karl Döhler, Ole Schilling (Market Development Smart Cities & Regions Deutsche Telekom AG), Oliver Rauh (Projektmanager Smartes Fichtelgebirge), Josef Scherl (Konzernbevollmächtigter Süd Deutsche Telekom AG)