Einweg-Masken aus Privathaushalten: Entsorgung im Hausmüll ist der richtige Weg

(03.12.2020)

Die Nutzung von Masken ist für die meisten von uns inzwischen sehr selbstverständlich geworden. Manch einer setzt auf die sogenannten Community-Masken, die vielleicht selbst genäht sind, nutzt Loops oder Halstücher, die man heiß waschen und somit immer wieder verwenden kann. Viele nutzen aber auch Einmal-Masken, weil sie leichter und auch dünner sind, und somit das Atmen erleichtern können. Dies produziert natürlich in den Haushalten im Landkreis eine Menge Müll, der richtig entsorgt werden muss.

Regelungen zur Müllentsorgung sind auf der Basis der Empfehlungen des RKI durch das Bayerische Landesamt für Umwelt festgelegt worden. Dies kann demnach für Privathaushalte gefahr- und problemlos über den Restmüll erfolgen. Das bestätigt auch das Kommunalunternehmen Fichtelgebirge, das für die Entsorgung des Hausmülls im Landkreis zuständig ist.

„Dies hat mehrere Gründe“, erklärt der Leiter des KUFi, Kurt Ernstberger. „Erstens wird der Hausmüll durch unsere Müllwerker kontaktlos entsorgt, sie sind somit durch möglicherweise kontaminierte Masken nicht gefährdet. Unsere Mitarbeiter kommen mit den Abfällen nicht in Berührung und tragen darüber hinaus spezielle Schutzkleidung, die nicht zuhause in den Familien gewaschen, sondern von einem Dienstleister gemäß hygienischer Vorgaben gereinigt wird. Den Müllwerkern werden Masken zur Verfügung gestellt und alle Müllfahrzeuge sind mit Wasserkanister und Seifenspender, sowie mit Handdesinfektionsmittel ausgestattet. Die Fahrerkabinen müssen mindestens zweimal wöchentlich desinfiziert werden.“

Als zweiten Punkt, der eine Abfuhr über den Hausmüll unproblematisch macht, erklärt Ernstberger die weitere Behandlung des Hausmülls. „Der angefallene Hausmüll wird bei der AWF Thiersheim aus den Abfallsammelfahrzeugen entladen und in Transportcontainer zum Weitertransport nach Bamberg eingebracht. Dies geschieht ausschließlich mit Baggern oder Radladern. Der Restmüll wird täglich zur Müllverbrennung transportiert. Diese verbrennt den Müll bei sehr hohen Temperaturen bei bis zu 1.000 °C und gewährleistet so eine sichere Zerstörung.“

Natürlich liegt ein Teil der Verantwortung für eine fachgerechte Entsorgung aber auch in den Haushalten selbst. Ist ein Familienmitglied nachweislich mit COVID infiziert, sollten besondere Vorkehrungen getroffen werden. „In solchen Fällen sollten Masken oder auch benutzte Ta-schentücher beispielsweise natürlich unbedingt in reißfesten Beuteln entsorgt werden“, erklärt Ernstberger. „Die größtmögliche Sicherheit herrscht natürlich dann, wenn das in jedem Haushalt so gemacht wird. Denn auch symptomfreie Personen können das Virus ja in sich tragen. Wenn man immer so vorgeht, als wäre man potentiell infiziert, macht man auf keinen Fall einen Fehler.“

Für Masken oder Schutzkleidung aus Kliniken und Arztpraxen gelten selbstverständlich gesonderte Regelungen. Sie gelten als „gefährliche Abfälle und werden nicht durch das KUFi entsorgt. Solche Abfälle dürfen ohnehin nur in mediendichten Containern und von dafür zugelassen Transportunternehmen abgefahren werden und müssen der Gesellschaft für Sondermüllbe-seitigung in Bayern zur Beseitigung angedient werden.

Weiterführende Links zum Thema:

• Robert-Koch-Institut: Hinweise zum ambulanten Management von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html

• Robert-Koch-Institut: Übertragungswege:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1

• Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: FAQ siehe "Wann be-steht ein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus?":​​​​​​​https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/faq.htm

• Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege: Infektionsmonitor Bayern​​​​​​​https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/