Smarte.Land.Regionen: Landkreis erhält weitere 200.000 Euro für Digitalprojekte

23.10.2020

Der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge erhält weitere 200.000 Euro für die Entwicklung digitaler Projekte. Das Geld stammt aus dem Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, für das sich das Fichtelgebirge erfolgreich beworben hatte und in der zweiten Stufe schließlich dazu aufgefordert war, eine konkrete Projektskizze vorzulegen. Diese hatte es zwar nicht ganz unter die sieben Besten geschafft, aber die Fördergeber offenbar derart überzeugt, dass man sich zur Bereitstellung eines Fixbetrags in Höhe von 200.000 Euro entschieden hat.

Diese Summe steht nun für ein Digitalprojekt innerhalb der vorgelegten Digitalstrategie frei zur Verfügung. Welches das sein wird, wird im Zuge des Beteiligungsprozesses zur Fortschreibung des Kreisentwicklungskonzeptes entschieden. Neben der Finanzierungszusage, bleibt das Fichtelgebirge zudem eng an das Modellvorhaben angedockt. Bundesministerin Julia Klöckner sagt in ihrem Schreiben zu, dass sich die Region über moderne Beteiligungsformate eng am Modellprojekt beteiligen darf und auch die Erkenntnisse des Modellprojektes für sich nutzen können wird.

Da der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge zudem der einzige Landkreis ist, der sowohl Teil der Modellprojekte Smart Cities des BMI ist und gleichzeitig im Modellvorhaben des Smarte.Land.Regionen des BMEL partizipiert, möchten sich die Verantwortlichen des Teams Smartes Fichtelgebirge als eine Art Bindeglied etablieren und den Wissenstransfer in beide Richtungen befördern.

Im Fokus der Smarte.Land.Regionen-Bewerbung standen ins besondere zwei Teilprojekte, die auch während des Strategieentwicklungsprozesses intensiv diskutiert wurden. So wurde beispielsweise im Zuge der Bürgerbeteiligung deutlich, dass in vielen Bereichen Unwissenheit über das das vorhandene kulturelle, touristische, ehrenamtliche und Freizeitangebot besteht und die zugehörigen Ansprechpartner unbekannt sind. Aufgrund der fehlenden Transparenz des Angebots wird das große Potential nur bedingt ausgeschöpft. In anderen Regionen existieren bereits verschiedene Ideen zu digitalen Anschlagtafeln mit dem Ziel, die Informationsbereitstellung zu automatisieren. Im Zuge der Bewerbung sollte auf diesen bereits vorhanden Ideen aufgebaut, eine Plattform geschaffen um weitere Funktionen eingebunden werden, um schlussendlich mit Hilfe verschiedener Schnittstellen auf Knopfdruck relevante Informationen aus den genannten Bereichen landkreisweit oder auch gemeindespezifisch ausspielen zu können.