Begehungen für den Zensus 2022 haben begonnen: „Nanu? Wer steht denn da an meiner Tür?“

06.05.2022

Diese Frage könnte sich der eine oder andere im Landkreis schon gestellt haben, denn seit dieser Woche haben die Erhebungsbeauftragten für den Zensus 2022 im Landkreis ihre Arbeit aufgenommen. Erkennen kann man sie an einem Tablet und ihrem Erhebungsbeauftragtenausweis.

Zufällig ausgewählte Haushalte werden von den Erhebungsbeauftragten unter anderem nach Familiennamen und Vornamen, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Kontaktdaten wie Haupt- oder Nebenwohnsitz aller Haushaltsmitglieder gefragt. Diese Befragung dient der Statistikermittlung für die Bundesrepublik Deutschland und findet EU-weit statt. Die Beantwortung der Fragen ist per Gesetz verpflichtend, kann aber von einer erwachsenen Person stellvertretend für alle anderen Haushaltsangehörigen übernommen werden, sofern die betreffenden Daten dieser Person bekannt sind.

„Vorab werden hierfür die Anschriften von den zuständigen Erhebungsbeauftragten begangen und die dort laut Klingelschild oder Briefkasten wohnhaften Personen im Tablet notiert. Im selben Zuge kündigen sie sich für die Befragung an“, erklärt Uwe Barthel vom Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge. In dem sogenannten Erstankündigungsschreiben erhalten die zu Befragenden Name und Telefonnummer des Erhebungsbeauftragten und erfahren den geplanten Termin der Befragung. „Außerdem enthält das Schreiben allgemeine Informationen zum Zensus und Hinweise bezüglich der Datenverarbeitung, sodass die Auskunftspflichtigen über ihre Rechte und Pflichten informiert werden.“, ergänzt der Mitarbeiter der Erhebungsstelle. „Bei weiteren Fragen stehen wir natürlich auch unter 09232 80-744 zur Verfügung.“

Diese Begehung kann bereits vor dem Stichtag, 15.05.2022 erfolgen, bis zum 06.08.2022 sollten alle ausgewählten Haushalte befragt worden sein.

„Wir sind überglücklich, dass wir so viele Engagierte aus dem ganzen Landkreis und sogar darüber hinaus gefunden haben, die diese Aufgabe übernehmen“, freut sich Eva Kunz von der Erhebungsstelle. Zwar erhalten die Erhebungsbeauftragten eine steuerfreie Aufwandsentschädigung, jedoch erfordert die Umsetzung der Befragungen viel Organisation, ist in der Durchführung zeitaufwendig und setzt zusätzlich die Absolvierung einer mehrstündigen Schulung mit dem Tablet voraus. „Aus anderen Landratsämtern hört man ja weiterhin, dass nicht genug Freiwillige gefunden wurden. Es ist also absolut nicht selbstverständlich für uns – wir haben wirklich Glück!“, fügt die Mitarbeiterin des Landratsamtes hinzu.

Auf die Frage, ob es einen Tipp für das Gelingen des Zensus gibt, antwortet sie: „Ein respektvoller und freundlicher Umgang miteinander erleichtert allen Beteiligten die Arbeit.“

Bitte denken Sie also daran, falls Sie in den nächsten Wochen jemanden bei sich an der Türe antreffen: hier erledigt jeder seinen Job und ist Teil des großen Ganzen – Sie auch.