Bevölkerungsschutz bedeutet, Ängste zu nehmen, aufzuklären und Menschen zu befähigen, im Krisenfall richtig zu handeln. Diese zentrale Botschaft betonte Christian Frohmader auf der Funke Fachtagung für Bevölkerungsschutz in München. Er ist im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge für den Bevölkerungsschutz zuständig. Die Tagung bot einem breiten Fachpublikum eine Plattform zur Diskussion über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Katastrophenschutzes. Unter dem Leitthema „Bevölkerungsschutz 360° – 5 Jahre: Einsatzberichte von gestern, Erfahrungen und Lösungen von heute, Perspektiven für morgen“ wurden aktuelle Entwicklungen und Best Practices vorgestellt.
In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion konnte Christian Frohmader gemeinsam mit Vertretern aus Ministerien, Hilfsorganisationen und kommunalen Einsatzleitungen erklären, wie durchdachtes Vorgehen zur Resilienz der Bevölkerung stärkend beitragen können. Neben ihm sprachen beispielsweise Katharina Eberle, Leitende Ministerialdirektorin des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, sowie Thomas Haas, Leiter Einsatzdienste Bayern der Hilfsorganisation Malteser.
Im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge hat der Bevölkerungsschutz eine wachsende Bedeutung erfahren. Um auf zukünftige Herausforderungen besser vorbereitet zu sein, werden neue Strukturen und Konzepte erarbeitet, die sowohl Behörden als auch der Bevölkerung eine bessere Vorbereitung auf Krisenlagen ermöglichen werden. Frohmader stellte auf der Tagung Ansatzpunkte vor, die im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge bereits erfolgreich implementiert werden. Darunter das Ortshelfer-Projekt, das in Weißenstadt bereits umgesetzt wird: Ein Netzwerk zur Koordination von Selbsthilfeorganisationen und Spontanhelfern, um im Ernstfall eine schnelle Reaktionsfähigkeit sicherzustellen. Aber auch eine transparente, regelmäßige und offene Kommunikation, sieht Frohmader als Schlüssel zum Erfolg. Unter anderem gezielte Informationskampagnen rund um Probe-Alarme und die Umstellung der Sirenen im Landkreis sollen Bürger zur Eigeninitiative ermutigen, ohne Panik zu verbreiten. Auch einen Wunsch an die Politik konnte Christian Frohmader dabei platzieren: Den Aufbau eines zentralen Ausbildungszentrums in der Region, das gezielt Schulungen für Kinder und Familien anbietet, um die Themen weiter niederschwellig und ohne Angst besetzt in der Bevölkerung zu platzieren und die Widerstandsfähigkeit zu steigern.
