Mehr als 450 Einsatzkräfte aus Bayern, Sachsen und Tschechien trainieren am Samstag, 27. September 2025, im Raum Selb–Aš–Libá (Karte Übungsgebiet) den Ernstfall: Im Rahmen der Bayerischen Feuerwehraktionswoche 2025 (20.–28. September) wird eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt. Geprobt wird ein Waldbrand – ein Szenario, das in unserer Region jederzeit Realität werden könnte.
Die Übung war ursprünglich schon für 2024 geplant, musste jedoch wenige Tage vor dem Termin nach einem Großbrand in der Region abgesagt werden. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Übung nun mit noch größerer Beteiligung nachholen können“, betont Landrat Peter Berek. „Wir haben bereits im letzten Jahr mit großem Eifer darauf hingearbeitet, weil die Gefahr von Waldbränden auf beiden Seiten der Grenze immer öfter auftritt. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, braucht es solche Großübungen. Nur so sehen wir, ob die vielen großen und kleinen Rädchen ineinandergreifen.“
Erstmals nehmen in diesem Jahr neben bayerischen und tschechischen Kräften auch sächsische Einsatzkräfte teil. Damit wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Katastrophenschutz auf eine noch breitere Basis gestellt.
Übungsschwerpunkte sind:
- Koordination und Führung im Grenzgebiet
- Löschwasserförderung und -abwurf durch Hubschrauber
- Bekämpfung von Spotfires
- Transport von Personal und Material aus der Luft
- Einsatz von Drohnen zur Lageerkundung
- Zusammenarbeit mit tschechischen Verbindungskräften in der Einsatzleitung
- Unterstützung durch BRK, Bergwacht und Wasserrettung mit innovativen Einsatzmitteln (u. a. mobile Sanitätseinheiten auf E-Bikes, Versorgungseinheiten auf Quads)
- Zusammenarbeit mit dem Forst
