Radfahren ist beliebt wie selten zuvor: auch im Fichtelgebirge kommt dem Radverkehr eine immer größere Bedeutung zu. Eine positive Entwicklung, die aber auch dazu führt, dass die Anforderungen an die Sicherheit steigen. Gerade auf engen Straßen passt es hier passende Lösungen. In Wunsiedel wurde deshalb in der Hornschuchstraße (gleichzeitig die Kreisstraße WUN 14) ein Test gestartet: Zwischen Ludwig-Hacker-Platz und Schulstraße sorgen seit kurzem neue Markierungen dafür, dass Radfahrende und Autofahrende besser aufeinander achten können.
In Richtung Innenstadt weisen gut sichtbare Fahrradsymbole auf dem Asphalt die Autofahrenden auf Radler hin. In Richtung Schule und Hort wurde ein Fahrradschutzstreifen markiert. Dieser darf zwar bei Bedarf von Kraftfahrzeugen überfahren werden – beim Überholen ist jedoch auch hier ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Ziel ist es, den Radfahrenden trotz enger Platzverhältnisse eine sicherere Führung zu bieten.
Da die Sanierung der Hornschuchstraße zwischen Ludwig-Hacker-Platz und der Einmündung „Am Ratskalkofen“ in den nächsten Jahren ohnehin vorgesehen ist, haben sich die Verkehrsbehörde am Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge, die Polizei, die Stadt Wunsiedel und das Staatliche Bauamt Bayreuth entschieden, die neue Markierung bis dahin zu testen und anschließend auszuwerten. Sollte sich der Versuch bewähren, ist eine dauerhafte Umsetzung vorgesehen.
Für die Bewertung ist die Rückmeldung der Verkehrsteilnehmenden vor Ort besonders wichtig. Ob positive oder kritische Erfahrungen – die Bürgerinnen und Bürger werden in den kommenden Monaten immer wieder aufgerufen werden, ihre Eindrücke und Erfahrungen zu schildern. Auch über die Social-Media-Kanäle des Landkreises wird es wiederholt die Gelegenheit geben, sich an Umfragen zu beteiligen.
