Eine vierköpfige Delegation aus dem ungarischen Komitat Veszprém hat den Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge besucht, um gemeinsame Projekte der internationalen Jugendarbeit und der schulischen Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit dem Kreisjugendring Wunsiedel, vertreten durch den Vorsitzenden des Kreisjugendrings Horst Martini, dem aktuellen Geschäftsführer Uwe Götz und dem neuen Geschäftsführer Manuel Wohlrab, sowie ein Austausch mit Landrat Peter Berek.
Der vier Tage dauernde Besuch bot Raum, die bisherigen Maßnahmen der langjährig gewachsenen Partnerschaft Revue passieren zu lassen. Besonders hervorgehoben wurde der deutsch-ungarische Jugendaustausch, der sich über viele Jahre hinweg etabliert hat und nach wie vor auf große Resonanz stößt. Auch der Hospitationsaustausch zwischen Lehrkräften beider Regionen wurde als großer Erfolg bewertet. Teilnehmende beschrieben die Hospitationen als fachlich bereichernd, kulturverbindend und nachhaltig wirksam.
Trotz angespannter Haushaltslagen sowohl in Ungarn, als auch in Deutschland waren sich die Partner einig, die Zusammenarbeit weiterzuführen. In den Gesprächen mit dem neuen Geschäftsführer des Kreisjugendrings, Manuel Wohlrab; wurden konkrete Perspektiven entwickelt: Der Jugendaustausch soll weiterhin jährlich in den Sommerferien stattfinden. Ergänzend dazu ist alle zwei Jahre ein Lehrkräfteaustausch geplant, eingebettet in das jeweilige Schuljahr. Im Herbst reist die deutsche Delegation nach Ungarn, im Frühjahr folgt der Gegenbesuch in Deutschland. Ein festes Kontingent an Lehrkräften aus verschiedenen Schulen im Landkreis soll verbindlich eingebunden werden.
Ein weiterer Termin führte die Delegation zum Staatlichen Schulamt. Schulamtsdirektor German Gleißner skizzierte fachliche Chancen des Lehrkräfteaustauschs und gab Empfehlungen, wie das bestehende Modell der Hospitationen vertieft und qualitativ weiter ausgebaut werden kann.
Auf ungarischer Seite wurde besonders die Rolle der ungarn-deutschen Bevölkerungsgruppe hervorgehoben, die großes Interesse an einer intensiven Kooperation zeigt. Die Delegation verdeutlichte, dass die Verbindung zwischen den beiden Regionen nicht nur historisch gewachsen, sondern auch für die zukünftige kulturelle und pädagogische Arbeit von hoher Bedeutung ist.
Der Austausch war geprägt von einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre. Die Delegation würdigte die langjährige Arbeit des ehemaligen KJR-Geschäftsführers Uwe Götz, sowie die vertrauensvolle Weiterführung unter Manuel Wohlrab. Mit Landrat Peter Berek und KJR-Vorsitzendem Horst Martini wurden zudem neue Impulse für eine moderne und stabile Zusammenarbeit gesetzt.
