Der Startschuss ist gefallen: Mit dem symbolischen Spatenstich ist der offizielle Auftakt für die umfassende energetische Sanierung der Fichtelgebirgshalle in Wunsiedel erfolgt. Nach über vier Jahrzehnten bekommt die beliebte Veranstaltungs-Location ein neues Gesicht. Los geht es mit Fenstern, Türen und der Lüftungstechnik – die Fassade wird im nächsten Jahr angepackt. Auch der Brandschutz wird auf Stand gebracht, ebenso eine PV-Anlage installiert. Wo einst die Stadtbücherei war, sind bereits moderne Arbeitsplätze für die stetig wachsende IT-Abteilung des Landratsamts im Bau, und mit dem neuen FichtelLAB wird ein kreativer Raum für Start-ups, junge Köpfe und kleine Unternehmen einziehen.
„Man wird die Halle nach dem Abschluss der Arbeiten wiedererkennen und trotzdem wird sie völlig anders sein. Unsere Planer durften weit denken“, erklärt Landrat Peter Berek. „Das Ergebnis: Es wird mit dem Fichtelgebirge und Lichteffekten gespielt und gleichzeitig wird man innen eine Kombination aus alt, etabliert und nachhaltig sowie neu, modern und stark vorfinden. Im Foyer wird beispielsweise der alte Granitboden bleiben, weil er ein Stück unserer Identität ist, aber andere Bereiche wird man sicher nicht mehr erkennen.“
Die Sanierung ist ein echtes Gemeinschaftswerk: Rund 9,4 Millionen Euro fließen in das Großprojekt. Satte 90 Prozent der Kosten werden über Förderprogramme getragen – darunter der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 3,5 Millionen Euro, die Oberfrankenstiftung mit 1,4 Millionen Euro, die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit 2,1 Millionen Euro und das Programm Smartes Fichtelgebirge, das für das FichtelLAB nochmal 200.000 Euro beisteuert.
