Der TSV Dachau initiierte gemeinsam mit dem Landkreis Dachau und Auschwitz in Polen den „Staffellauf des Gedenkens und der Versöhnung“, um an die Befreiung der Konzentrationslager in Dachau und Auschwitz vor 80 Jahren zu erinnern. Sie legten vom 1. bis 10. Mai mehr als 1.000 Kilometer zurück. Am 03. Mai besuchten die polnischen und deutschen Teilnehmer das Grab der Opfer des Todesmarsches vom April 1945 auf dem Friedhof in Marktleuthen. Während Todesmarsches vom KZ Buchenwald nach Flossenbürge durch den Landkreis wurden hier insgesamt über 100 Gefangene von der SS ermordet, wovon 19 Opfer in Marktleuthen begraben liegen.
Im Beisein von interessierten Bürgern wurden die Läufer von Bürgermeisterin Sabrina Kaestner, Kreisarchivarin Edith Kalbskopf, den beiden Pfarrern und einer Delegation des Landratsamts Wunsiedel empfangen. Den Grußworten der Bürgermeisterin und Kreisfachberaterin Claudia Büttner, die mehrere KZ-Gräber im Landkreis betreut, folgte eine feierliche Andacht, die von den Pfarrern Johannes Herold und Andrzej Gromadzki gestaltet wurde. Zum Abschluss legte jeder Teilnehmer zum Gedenken an die Opfer des Todesmarsches einen Kieselstein am Grabstein ab. Zentrales Anliegen des Staffellaufes ist es, im Hier und Jetzt ein Zeichen für Frieden und Demokratie zu setzen, damit sich das Gestern niemals wiederholt.
Text: Claudia Büttner; Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege
Foto: Walter Österle
