Natürlich bin ich sehr froh und glücklich, dass die Entscheidung für den Standort Selb gefallen ist. Aber nicht nur, weil er in unserem Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge liegt. Vielmehr bin ich der festen Überzeugung, dass Selb und Rosenthal untrennbar verbunden sind. Geschichtlich, emotional und auch mit Blick auf die Zukunft. In Selb sind neben dem Stammwerk der Produktion am Rothbühl auch das Regenbogenhaus, in dem sich das heutige Outlet-Center befindet sowie das Porzellanikon, ein ehemaliger Produktionsstandort von Rosenthal. So gesehen ist es nur folgerichtig, dass der Konzern sich jetzt in schwierigen Zeiten auf seine Wurzeln besinnt.
Ich vergesse dabei aber nicht, welchen Einschnitt diese Entscheidung für den Standort Speichersdorf und den Landkreis Bayreuth bedeutet. Viele Familien, viele persönliche Schicksale sind damit verknüpft. Wir hier im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge wissen genau, wie sich solche Tage anfühlen. Wir fühlen mit den Betroffenen und haben an diesem schwierigen Tag die Hoffnung, dass sich für die Belegschaft in Speichersdorf in ihrer wirtschaftlich starken Region gute Perspektiven auftun werden.
Das Landratsamt und ich persönlich standen von der ersten Minute an, als die wirtschaftlichen Turbulenzen offenkundig worden, in engem und vertrauensvollem Kontakt mit der Geschäftsführung vor Ort und der Arcturus-Gruppe. Das gilt ebenso für die Regierung von Oberfranken und unseren örtlichen Abgeordneten und Staatssekretär Martin Schöffel. Es fanden umgehend Gespräche bei Rosenthal in Selb, im Finanzministerium in München und mehrfach im Landratsamt statt, um alle Möglichkeiten der Unterstützung auszuloten.
Ich bin zuversichtlich, dass der Konzern mit seiner Entscheidung die richtigen Weichen stellt und wünsche mir eine langfristige Perspektive für die Mitarbeitenden und die Marke Rosenthal am Wirtschaftsstandort Fichtelgebirge.
Bildquelle: Rosenthal
