Wie kann die Energieversorgung in der Region künftig nachhaltig, regional verankert und gleichzeitig bezahlbar gestaltet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Workshops im Rahmen des vom Bundesbauministerium geförderten RegioStrat-Projekts „Energiezukunft Oberfranken-Ost“.
Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Energiewirtschaft kamen zusammen, um gemeinsam erste Zukunftsbilder und strategische Ansätze für eine energiepolitische Neuausrichtung der Region zu entwickeln. Der Blick richtete sich dabei bewusst weit: Sowohl zeitlich-strategisch bis zum Jahr 2045 als auch räumlich-regional über die gesamte Planungsregion Oberfranken-Ost hinweg – also über die Landkreise Hof, Wunsiedel i. Fichtelgebirge, Bayreuth und Kulmbach sowie die kreisfreien Städte Hof und Bayreuth.
Regierungsdirektor Martin Füßl, Regionsbeauftragter der Planungsregion Oberfranken-Ost und zuständig für die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraft, betonte die gute Verzahnung von regionaler Planung und strategischer Energieentwicklung: „Das Projekt ‚Energiezukunft Oberfranken-Ost‘ knüpft genau dort an, wo die Arbeit des Planungsverbands endet. Es ist zukunftsorientiert, passgenau und praxisnah konzipiert.“
Für das federführende Kernteam begrüßten Alexander Popp (Wirtschaftsförderung Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge) und Klaus Gruber (Wirtschaftsförderung Landkreis Hof) die Teilnehmenden und stellten das Projekt sowie seine Zielsetzungen vor. Dabei machten sie große Bedeutung der Zusammenarbeit in der Region deutlich: „Die Transformation der Energieversorgung ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit – und sie kann nur gelingen, wenn wir sie gemeinsam gestalten.“ „Zudem stellt eine verlässliche, günstige und regenerative Energieversorgung einen entscheidenden Standortfaktor der Region für Unternehmen und Bevölkerung dar“, ergänzt Wirtschaftsförderer Popp aus dem Fichtelgebirge.
Das gemeinsame Ziel: Ein Strategisches Regionalentwicklungskonzept (SREK) für die Energiezukunft. Aus diesem Grund stand die Entwicklung von Zielbildern und Handlungsfeldern im Mittelpunkt. Erste Analysen zu Bestand und Potenzialen präsentierten Christopher Prange (B.A.U.M. Consult GmbH) sowie Prof. Dr. Raphael Lechner und Maximilian Conrad vom Institut für Energietechnik (IfE). Auch der digitale Zwilling der Region – ein zentrales Werkzeug zur Simulation und Visualisierung – wurde vorgestellt. In einer interaktiven Mentimeter-Abfrage brachten die Teilnehmenden wichtige Perspektiven zu Zielen, Herausforderungen und Chancen der Energiezukunft ein. Die Ergebnisse fließen nun in zwei weitere Arbeitssitzungen ein.
