Rund 65 Jahre lang waren sie Heimat für Schulen und Vereine: die beiden Jahnturnhallen an der Schulstraße in Marktredwitz. Generationen von Schülerinnen und Schülern haben hier ihre ersten Überschläge gewagt, Vereine haben trainiert, gefeiert und Gemeinschaft gelebt. Jetzt endet dieses Kapitel. Die Abbrucharbeiten an den in die Jahre gekommenen Hallen haben begonnen. Die Entscheidung war über Jahre gereift: Bereits 2013 stellte ein Gutachten den 1963 errichteten Hallen ein eindeutiges Zeugnis aus: kein Restnutzungspotenzial, erhebliche Mängel, keine Zukunftsperspektive. Abriss und Neubau statt Sanierung – so lautete schon damals die klare Empfehlung.
Nun ist es also soweit: vergangene Woche fand der letzte Unterricht in den alten Hallen statt. Nun starten die Abbrucharbeiten – der Rückbau des asbesthaltigen Daches wurde bewusst in die Osterferien gelegt, um Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte nicht zu beeinträchtigen. Danach folgt der Rückbau der Gebäude. Insgesamt sind rund 10 bis 12 Wochen eingeplant.
Landrat Peter Berek betont die Bedeutung der Baumaßnahme: „Die Jahnturnhallen haben über Jahrzehnte das Schulzentrum in Marktredwitz mitgeprägt. Neben dem Schulsport, den auch ich miterleben durfte, waren die Hallen auch Heimat für Vereine des Landkreises. Nun ist es soweit – die neue Dreifachsporthalle, unsere Freiraum Arena, steht bereit; die ehrwürdigen Jahnhallen können weichen.“
Auch Oberbürgermeister Oliver Weigel würdigt die Bedeutung der Jahnturnhallen und blickt zugleich nach vorn: „Mit dem Abschied von den alten Hallen endet ein Stück gelebte Stadtgeschichte, denn viele Menschen in Marktredwitz und der Region verbinden mit ihnen persönliche Erinnerungen. Gleichzeitig entsteht mit der neuen Freiraum Arena Raum für eine moderne Sportstätte, die unseren Schülerinnen und Schülern sowie den Vereinen beste Bedingungen für die Zukunft bietet.“
Die neue Dreifachturnhalle steht den Schülerinnen und Schülern sofort nach den Osterferien zur Verfügung, die mit den alten Hallen kaum zu vergleichen sind. Der Landkreis hat mit dem Neubau eine zukunftsfähige Sportinfrastruktur geschaffen, die modernen pädagogischen, sportlichen und energetischen Anforderungen vollständig gerecht wird. Mit einer Investitionssumme von rund 12 Millionen Euro setzt der Landkreis ein klares Signal für die Bedeutung von Sport, Bildung und Gemeinschaft in der Region.
Die freiwerdende Fläche der alten Jahnturnhallen wird zudem als Zufahrt und Baustelleneinrichtungsfläche für die bevorstehende Sanierung des OHG benötigt – ein weiterer Baustein in der langfristigen Schulentwicklung des Landkreises.
