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Auf Goethes Spuren durchs Egerland:

Radtour verbindet Natur, Geschichte und grenzüberschreitendes Erlebnis

Vulkane, Wallfahrtsorte, ein Schloss und die Spuren Johann Wolfgang von Goethes – abwechslungsreicher hätte die geführte, kostenlose Radtour durch das Egerland kaum sein können. Unter dem Motto „Auf Goethes Spuren“ erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die grenzüberschreitende Radregion Bayerisch-Böhmische Bäder und entdeckten dabei eindrucksvolle Naturdenkmäler, kulturhistorische Sehenswürdigkeiten und die bewegte Geschichte der Region.

Startpunkt der Tour war das Schloss Kynžvart (Bad Königswart), eine der bedeutendsten klassizistischen Schlossanlagen Tschechiens und einst Sommersitz des österreichischen Staatskanzlers Fürst Metternich. Von dort führte die Strecke zunächst zum Železná hůrka (Eisenbühl) – dem jüngsten Vulkan Böhmens. Bereits Goethe beschäftigte sich hier intensiv mit der Entstehung der vulkanischen Landschaft und leistete wichtige Beiträge zur geologischen Erforschung der Region.

Weiter ging es zur Wallfahrtskirche Maria Loreto in Hrozňatov, einem Ort der Ruhe und Besinnung mit bewegter Geschichte. Nach den vielen Eindrücken des Vormittags bot die gemeinsame Mittagspause im Restaurant U Pergoly Gelegenheit, neue Kraft zu tanken und sich über das bisher Erlebte auszutauschen. Anschließend führte die Tour weiter zum Komorní hůrka (Kammerbühl) bei Franzensbad. Auch dieser erloschene Vulkan spielte eine zentrale Rolle in Goethes naturwissenschaftlichen Forschungen. Auf seine Anregung wurde hier im 19. Jahrhundert ein Stollen angelegt, der den vulkanischen Ursprung des Berges endgültig nachweisen sollte – ein Meilenstein der Geologie.

An den Stationen Schloss Kynžvart, Eisenbühl, Maria Loreto und Kammerbühl erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen fachkundiger Führungen des Nationalen Geoparks Egeria spannende Einblicke in die Geschichte, Geologie und Besonderheiten der einzelnen Orte. Ein weiterer Höhepunkt war die Führung durch den Šternberk-Stollen, die einen unmittelbaren Einblick in die geologische Geschichte der Region ermöglichte. Den Abschluss bildete die Ankunft im traditionsreichen Kurort Františkovy Lázně (Franzensbad), bevor der Fahrradbus die Gruppe wieder zurück zum Schloss Kynžvart brachte.

Vielleicht war die Tour für viele auch erst der Anfang. Denn die Radregion Bayerisch-Böhmische Bäder hält noch viele weitere Strecken und Entdeckungen bereit. Inspiration für die nächste Tour gibt es auf der Homepage der Radregion unter www.radregion-bayern-boehmen.de sowie auf den Facebook- und Instagram-Kanälen der Radregion Bayerisch-Böhmische Bäder.