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Gemeinsam für ein gesünderes Fichtelgebirge: 
Regionale Präventionskonferenz setzt kraftvolles Zeichen

Rund 80 Fachleute haben in zwei intensiven Stunden ein beeindruckendes Bündel an Ideen für mehr Gesundheit im Landkreis entwickelt. Die erste Präventionskonferenz im Fichtelgebirge war damit nicht nur überdurchschnittlich gut besucht, sondern vor allem extrem produktiv. Ein Nachmittag, der zeigt: der Präventionsgedanke trifft im Fichtelgebirge auf fruchtbaren Boden.

Ein kurzer Blick zurück: Im Oktober 2025 hat Staatsministerin Judith Gerlach den Masterplan Prävention vorgestellt – Bayerns Kompass für Gesundheitsförderung, Vorsorge und Früherkennung, mit zehn strukturellen und zehn gesundheitlichen Zielen. Ein solcher Plan lebt nur, wenn er vor Ort ankommt. Genau dafür sind Regionale Präventionskonferenzen im Masterplan verankert – als Startschuss für lokale Netzwerke und gemeinsames Handeln. Engagiert organisiert von örtlichem Gesundheitsamt und der Gesundheitsregion plus – im Masterplan als zentrale Moderatoren und regionales Scharnier zwischen Kommunen, Fachkräften und Bürgern verankert – setzte die Konferenz auf ein World Café Konzept: rotierende Thementische, lebhafte Diskussionen, und am Ende bunte, vollgeschriebene Pinnwände. Keine abstrakten Gedanken, sondern konkrete Ansätze für die Prävention im Landkreis.

Die Themen des World Cafés orientierten sich an den zehn Handlungsfeldern des Masterplans Prävention. Während das Bayerische Gesundheitsministerium hierfür bereits konkrete Maßnahmen vorgeschlagen hat, brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen aus der Praxis ein und entwickelten zusätzliche Ideen und Wünsche für die Präventionsarbeit im Landkreis:

Zum Thema psychische Gesundheit standen frühe und niedrigschwellige Hilfen im Mittelpunkt. Besonders wichtig waren mehr Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien.

Bei Ernährung, Bewegung und Adipositas-Prävention wurden gesündere Verpflegung in Kitas und Schulen, mehr Bewegungsangebote für alle Altersgruppen und leicht zugängliche Präventionsangebote priorisiert.

Im Bereich sexuelle Gesundheit lag der Fokus auf dem Schutz vor sexualisierter Gewalt, einer stärkeren Aufklärung an Schulen sowie einer besseren Sensibilisierung für Jungen- und Männergesundheit.

Beim Thema Vorsorge, Früherkennung und Impfungen wünschten sich die Teilnehmenden mehr Impfaufklärung für alle Generationen, digitale Lösungen wie Impfdokumentationen und stärkere Anreize für Vorsorgeangebote.

In der Suchtprävention und Medienkompetenz standen der Ausbau von Medienkompetenz, eine stärkere Einbindung von Eltern sowie frühe Präventionsangebote direkt an Schulen im Vordergrund. Im Themenfeld Gesundheit im Klimawandel wurden mehr Schatten- und Grünflächen, eine bessere Trinkwasserversorgung sowie Hitzeschutzmaßnahmen in Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen als wichtige Maßnahmen genannt.

Und das Thema Pflegebedürftigkeit vermeiden und gesund altern war geprägt vom Wunsch nach mehr Bewegungsangeboten für Senioren, besseren Beratungs- und Unterstützungsangeboten sowie mehr Barrierefreiheit und wohnortnahen Teilhabemöglichkeiten.

Prävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Landrat Peter Berek, für den sie seit langem ein echtes Herzensthema ist, brachte die Stimmung des Nachmittags auf den Punkt: „Was wir erlebt haben, zeigt, welch enormes Potenzial in unserem Landkreis steckt. So viele kluge Köpfe, so viele konkrete Ideen – das ist der beste Beweis dafür, dass wir mit diesem Thema den richtigen Nerv treffen. Prävention fängt im Alltag an – in der Schule, im Verein, in der Familie, auf dem Spielplatz. Dafür stehen wir gemeinsam."

„Die Ergebnisse des Nachmittags fließen nun direkt in unsere bestehenden Arbeitskreise ein – dort, wo Expertise gebündelt ist, Netzwerke bereits funktionieren und konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden können. Wir begleiten diesen Prozess weiter – im engen Schulterschluss mit allen Akteuren, die mit ihrer Teilnahme gezeigt haben: Sie sind dabei. Jeder Beitrag zählt, heißt es im Masterplan Gesundheit. Das Fichtelgebirge hat seinen Beitrag eindrucksvoll unter Beweis gestellt.", so das Organisationsteam von Gesundheitsamt und Gesundheitsregion plus nach der Veranstaltung.