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Grundsteinlegung für das Designstudio Selb

Wo die Zukunft der Mobilität gedacht wird

Mit der feierlichen Grundsteinlegung am heutigen Samstag hat das Designstudio Selb seinen nächsten Meilenstein erreicht. Ministerpräsident Markus Söder legte gemeinsam mit Landrat Peter Berek, Finanzstaatssekretär Martin Schöffel, Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und zahlreichen weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bildung und Wirtschaft den Grundstein für ein Gebäude, das weit mehr werden soll als eine Bildungseinrichtung: ein Ort, an dem junge Menschen lernen, Visionen in reale Produkte zu übersetzen.

Das Designstudio bildet für eine Welt der Zukunft aus, in der beispielsweise Fahrzeuge zu mobilen Energieträgern werden, in der Produktdesign Technologie, Nachhaltigkeit und Ästhetik zusammendenkt – vom Interieur eines autonom fahrenden Shuttles bis zur Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Die Berufsfachschule und Fachschule für Produktdesign in Selb liefert seit Jahren die kreativen Köpfe nicht nur für den Bereich Automotive, sondern auch andere Branchen rekrutieren dort regelmäßig Nachwuchs für ihre Entwicklungsabteilungen. Das neue Designstudio gibt dieser Ausbildung nun den Raum, den sie verdient.

Auf dem Gelände des ehemaligen Hutschenreuther Werks B verbindet sich Geschichte mit Zukunft.  Ensemble aus vier Holzbauten, die sich um einen Innenhof gruppieren. Markante Shed-Dächer nehmen die Industriegeschichte des Standorts auf und sorgen für optimale Belichtung in den Werkstätten und Studios. Das Gebäude ist vollständig barrierefrei, eine Photovoltaikanlage deckt den Energiebedarf. Rund 220 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende des Studiengangs „Design und Mobilität" der Hochschule Hof werden hier künftig arbeiten. Das Investitionsvolumen liegt bei insgesamt rund 27 Millionen Euro: 22,5 Millionen Euro entfallen auf das Gebäude, rund 500.000 Euro auf eine Photovoltaikanlage und vier Millionen Euro auf die Außenanlagen. Knapp 17,4 Millionen Euro werden über Fördermittel des Freistaats Bayern im Rahmen der Hightech-Agenda finanziert, der Eigenanteil des Landkreises liegt bei rund 5,1 Millionen Euro.

Ministerpräsident Markus Söder hob bei der Grundsteinlegung hervor, dass die Zukunft längst nicht mehr nur in Metropolen stattfinde. Das Fichtelgebirge ist eine Zukunftsregion, sagte er. Bereits 2020 hatte Söder bei einem Besuch in Selb die Förderung des Projekts zugesagt – mit der heutigen Grundsteinlegung wird dieses Versprechen sichtbar eingelöst. In den Grundstein selbst wurden übrigens eine Ausgabe der Frankenpost vom 18. April 2026, Baupläne des Designstudios, ein Schriftstück der Schule sowie einige Geldmünzen eingelegt.

Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel sagte: „Das Designstudio Selb ist ein echtes Zukunftsprojekt. Nach dem Spatenstich im vergangenen September markiert die heutige Grundsteinlegung gemeinsam mit unserem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder einen weiteren wichtigen Meilenstein. Selb steht für eine lebendige Porzellantradition und damit einen absoluten Markenkern in Oberfranken. Gleichzeitig bietet es auch Raum für neue Innovationen: Das neue Designstudio auf dem Gelände der ehemaligen Hutschenreuther-Fabrik ist hierfür ein Paradebeispiel! Dort entsteht ein attraktiver Lernort für junge Talente im Automobildesign – hochmodern, innovativ und zukunftsorientiert. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Projekt mit ihrem Engagement möglich machen, insbesondere unserem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Er hat für das Projekt eine Sonderförderung des Freistaates im Rahmen seiner Hightech-Agenda zugesagt. Gleiches gilt für die Einrichtung von zwei Professuren für die Studiengänge Mobilität und Design der Hochschule Hof am Standort Selb. Herzlichen Dank auch an den Bauherrn, Landrat Peter Berek, der das Gebäude als Schulgebäude der Fachschule für Produktdesign errichtet - auf eine erfolgreiche Bauzeit!“

Landrat Peter Berek erinnerte an den langen Weg des Projekts: „Von der ersten Idee über den Architektenwettbewerb bis zum heutigen Tag – dieses Projekt hat Beharrlichkeit gebraucht. Aber genau das zeichnet uns im Fichtelgebirge aus. Mit dem Designstudio schaffen wir einen Freiraum für Macherinnen und Macher – für junge Menschen, die Ideen nicht nur denken, sondern anfassen, formen und in die Welt bringen. Produktdesign wird hier groß gedacht – nicht reduziert auf eine Branche, sondern als Schlüsselkompetenz für die Herausforderungen von morgen."

Wenn alles nach Plan läuft, wird das Designstudio 2027 bezogen.