Der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge wird die geplante Generalsanierung des Otto-Hahn-Gymnasiums neu ausrichten. Hintergrund ist die Insolvenz des bislang beauftragten Architekturbüros. Nach eingehender Prüfung empfiehlt die Kreisverwaltung, die entstandene Situation für eine grundlegende Optimierung des Projekts zu nutzen.
„Die Insolvenz unseres Planungspartners ist zunächst eine Herausforderung. Gleichzeitig eröffnet sie uns die Möglichkeit, das Projekt noch einmal kritisch zu überprüfen und an die tatsächlichen Bedarfe der Schule anzupassen“, erklärt Landrat Peter Berek.
Statt das bisherige Konzept unverändert fortzuführen, soll nun eine bedarfsgerechte Lösung weiterverfolgt werden. Vorgesehen ist die Sanierung des bestehenden Aula-Gebäudes sowie der Neubau von Laborräumen, Verwaltungsbereichen und Klassenzimmern. Andere Gebäudeteile würden zurückgebaut. Damit entsteht eine moderne Schule in einer Größe, die dem tatsächlichen Bedarf entspricht und gleichzeitig Raum für spätere Erweiterungen lässt.
„Die vorgeschlagene Lösung ist aus Sicht der Stadt Marktredwitz der richtige Weg“, sagt Oberbürgermeister Oliver Weigel. „Sie passt hervorragend zum bestehenden Masterplan des Schulzentrums und ermöglicht eine wirtschaftliche und zukunftsfähige Weiterentwicklung des Standorts. Gleichzeitig können wir Themen wie die Parkplatzsituation und die Erschließung des Campus deutlich besser lösen als bisher geplant. Die Stadt Marktredwitz unterstützt diesen Weg daher ausdrücklich.“
Die Vorteile dieser Neuausrichtung sind vielfältig. Durch die kompaktere Bauweise können die Gesamtkosten der Maßnahme deutlich reduziert werden. Nach Einschätzung der Verwaltung ist eine Einsparung im zweistelligen Millionenbereich möglich. Gleichzeitig sinken die langfristigen Betriebs- und Unterhaltskosten.
Darüber hinaus werden zahlreiche Risiken vermieden, die bei einer umfassenden Sanierung von Bestandsgebäuden regelmäßig auftreten. Überraschungen im Bestand, zusätzliche Bauzeitverlängerungen oder unvorhersehbare Mehrkosten können so deutlich reduziert werden. Die neue Vorgehensweise schafft damit mehr Planungssicherheit für den Landkreis, die Schule und alle Projektbeteiligten.
Neben den Vorteilen für Bauablauf und Wirtschaftlichkeit eröffnet die Neuplanung zusätzliche Möglichkeiten, das Schulgelände insgesamt funktionaler zu gestalten. Dazu gehören Verbesserungen bei der Erschließung des Campus sowie eine nachhaltige Entlastung der Parkplatzsituation am Schulzentrum.
