• Gebärdensprache
  • Zur Nutzung dieses Dienstes werden Daten von Google Translate benötigt und demzufolge entsprechende Cookies gesetzt. Des Weiteren findet eine Weitergabe von Daten (z. B. persönliche Informationen, IP-Adressen) entsprechend der Nutzungsbedingung von Google statt. Durch das Klicken auf „Zustimmen“ akzeptieren Sie, dass der Dienst benutzt wird und Daten an Google weitergegeben werden.

Mitmachen statt Messestände

„Mission Zukunft - #freiraumfürausbildung“ überzeugt Teilnehmende, Schulen und Unternehmen

„Das Thema Superhelden und die Idee, zuerst die eigenen Stärken herauszufinden, fand ich richtig cool.“ Mit diesen Worten beschreibt eine Schülerin, was ihr von Mission Zukunft – #freiraumfürausbildung besonders in Erinnerung geblieben ist. Denn genau das war die Idee hinter dem neuen Format zur Berufsorientierung: Nicht Berufsbilder standen im Mittelpunkt, sondern die Jugendlichen selbst. Welche Talente bringe ich mit? Was macht mir Spaß? Und welche Ausbildung könnte zu mir passen? Erst danach folgten Gespräche mit Auszubildenden und praktische Erfahrungen an den Ausprobier-Stationen der Unternehmen.

Insgesamt 480 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8, 9 und Q11 aus neun Bildungseinrichtungen im Landkreis nahmen an vier Veranstaltungstagen auf dem Wartberg in Selb und an den Schlossterrassen in Bad Alexandersbad teil. Mit dabei waren die Mittelschulen Kirchenlamitz, Selb, Wunsiedel und Marktredwitz, die Realschulen Selb und Wunsiedel, das Walter-Gropius-Gymnasium Selb und die Wirtschaftsschule Wunsiedel. Gemeinsam mit 27 Unternehmen und Institutionen wurde Mission Zukunft vom Team Freiraum für Macher organisiert – unterstützt vom Arbeitskreis Schule & Wirtschaft, der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, dem Staatlichen Schulamt unter der Leitung von Schulamtsdirektor Günter Tauber sowie der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis.

Für Landrat Peter Berek ein Gemeinschaftsprojekt, wie es eben besonders im Fichtelgebirge möglich ist: „Dass so viele Partner aus Bildung, Wirtschaft und Verwaltung gemeinsam an einem Strang ziehen, ist ein großes Plus für unseren Landkreis. Nur gemeinsam können wir jungen Menschen Perspektiven aufzeigen und gleichzeitig unsere regionalen Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützen.“

Mission Zukunft stellt die Jugendlichen bewusst in den Mittelpunkt. Zum Auftakt stand deshalb nicht die Frage nach dem Wunschberuf im Mittelpunkt, sondern die eigenen Stärken. Beim „Hero Assessment“, einem spielerischen Stärken-Check, fanden die Jugendlichen heraus, welche „Superkräfte“ bereits in ihnen stecken. Teamgeist, Kreativität, Organisationstalent oder technisches Verständnis – jeder bringt andere Talente mit. Denn wer seine eigenen Stärken kennt, findet oft auch leichter den Beruf, der zu ihm passt.

Anschließend wechselten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen zum „Experten-Update“. Dort trafen sie jeweils auf ein oder zwei Auszubildende aus den unterschiedlichsten Unternehmen der Region. Ohne Präsentationen oder vorbereitete Vorträge berichteten die Azubis offen von ihrem Berufsalltag, beantworteten Fragen und gaben ehrliche Einblicke in ihre Ausbildung. So entstanden im kleinen Kreis persönliche Gespräche auf Augenhöhe – genau das, was sich die Organisatoren von Anfang an gewünscht hatten.

An den Mitmachstationen der Unternehmen und Institutionen konnten die Jugendlichen anschließend selbst aktiv werden. Es wurde geschraubt, gehämmert, gebaut und getüftelt. Natursteine wurden bearbeitet, kleine solarbetriebene Antriebe gebaut, medizinische und pflegerische Arbeitsmaterialien erraten oder technische Herausforderungen gelöst. Andere durften streichen, montieren oder in einem hüpfenden Fahrzeug Platz nehmen und Technik einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben.

„Wir wollten Berufsorientierung neu denken – weniger Frontalprogramm, dafür mehr eigene Erfahrungen und Begegnungen“, sagt Cosima Benker vom #freiraumfürmacher-Team. „Uns war wichtig, dass die Jugendlichen zunächst ihre eigenen Talente entdecken und anschließend ganz unkompliziert mit den Unternehmen ins Gespräch kommen. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass genau dieser Ansatz funktioniert.“ Auch Annalena Graske von der Wirtschaftsförderung des Landkreises zieht ein positives Fazit: „Unsere Unternehmen und Institutionen haben sich mit viel Engagement eingebracht und den Jugendlichen einen ehrlichen Einblick in ihre Berufswelt gegeben. Wenn junge Menschen Berufe ausprobieren und direkt mit Auszubildenden sprechen können, kommt einiges rüber und kann wirken.“

Dass das Konzept aufgegangen ist, spiegelten auch die Rückmeldungen der Beteiligten wider. „Statt Prospekte zu sammeln, hieß es hier: mitmachen, ausprobieren und echte Einblicke gewinnen. Genau so macht Berufsorientierung Spaß“, fasste PURUS PLASTICS in einem Social Media Post zusammen. Auch die Auszubildenden der Firma BIRKE lobten im Interview vor Ort den direkten Austausch mit den Schülerinnen und Schülern. Die lockere Atmosphäre habe viele Gespräche ermöglicht, die bei klassischen Ausbildungsmessen oft gar nicht zustande kämen.

Auch die Jugendlichen selbst zogen ein positives Fazit. Ein Schüler brachte es nach den praktischen Stationen auf den Punkt: „Man durfte vieles direkt ausprobieren – das hat richtig Spaß gemacht.“ Ein besonderes Lob gab es ebenfalls aus den beteiligten Schulen. Die Lehrkräfte berichteten von motivierten Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv eingebracht und viele neue Eindrücke für ihre persönliche Berufsentscheidung mitgenommen hätten.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unternehmen und Institutionen, die Mission Zukunft – #freiraumfürausbildung mit großem Engagement unterstützt und den Jugendlichen einen praxisnahen Einblick in ihre Ausbildungs- und Berufswelt ermöglicht haben: Agentur für Arbeit, Amon Optik, Atlas Diamant, Birke Gruppe, BSZ, CeramTec, Deichmann, ESM, Gesundheitsregion Plus, Gräf Granit, Grießhammer GmbH, Helfrecht, Innovations- & Dienstleistungsgesellschaft Fichtelgebirge mbH, KAMA GmbH, Klingele, Klinikum Fichtelgebirge, Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge, Lösch, NETZSCH, PURUS PLASTICS, RAPA, RHI Magnesita, SCHERDEL, Schiettinger KG, Siebenquell GesundZeitResort, Sparkasse Hochfranken, spctrm, SWW Wunsiedel GmbH.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Mission Zukunft – #freiraumfürausbildung

Bei der ersten Station durften die Jugendlichen unter der Anleitung der Mission Zukunft Superhelden sich erst einmal über ihre eigenen Stärken und Interessen klar werden, bevor es zum Speed-Dating und den Mitmach-Stationen weiterging.