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Radfahren und dabei die Stadt verbessern

App „Radspur“ in Kirchenlamitz geht in die finale Phase

Die Tage werden länger, die Sonne zeigt sich wieder öfter – und viele holen jetzt ihr Fahrrad aus Keller oder Garage. Ob für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder für eine kleine Feierabendrunde durchs Fichtelgebirge: Radfahren hat wieder Saison. In Kirchenlamitz können Radfahrerinnen und Radfahrer dabei noch bis Ende März helfen, die Radwege in ihrer Stadt zu verbessern. Das Projekt „Radspur“ App geht aktuell in die finale Phase.

Mit „Radspur“ wird sichtbar, wo tatsächlich geradelt wird – und wo es noch hakt. Die Anwendung wurde von der Ideenkultivierung GmbH aus Tröstau entwickelt und sammelt anonymisierte Daten zum Radverkehr. Während der Fahrt zeichnet das Smartphone – idealerweise am Lenker befestigt – GPS- und Erschütterungsdaten auf. So lässt sich erkennen, welche Strecken häufig genutzt werden und wo der Zustand der Wege vielleicht zu wünschen übriglässt. Zusätzlich können Nutzerinnen und Nutzer Gefahrenstellen, Hindernisse oder Verbesserungsvorschläge direkt in der App melden.

Das Projekt gehört zur Initiative „Smartes Fichtelgebirge“, mit der der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge digitale Lösungen für den Alltag in der Region entwickelt und ausprobiert. Ein Baustein davon ist das EU-geförderte Programm PilotInnCities, in welchem innovative Ideen gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung in einem Pilotprojekt getestet werden. „Mit Radspur setzen wir auf die Erfahrung der Menschen, die hier täglich unterwegs sind“, sagt Oliver Rauh, Projektmanager beim Smarten Fichtelgebirge. „Wenn jetzt noch möglichst viele ihre Fahrten über die App aufzeichnen, bekommen wir erstmals ein realistisches Bild vom Radverkehr vor Ort.“

Ein wichtiges Thema ist dabei der Datenschutz. Die App funktioniert ohne Registrierung und ohne persönlichen Account. Start- und Endpunkte der Fahrten werden bewusst nicht aufgezeichnet, damit keine Rückschlüsse auf Wohn- oder Arbeitsorte möglich sind. Auch Kirchenlamitz’ Erster Bürgermeister Jens Büttner hofft noch einmal auf eine breite Beteiligung im Endspurt: „Gute Radwege brauchen gute Daten. Mit der App können wir besser verstehen, wie sich der Radverkehr in unserer Stadt tatsächlich bewegt – und wo wir gezielt investieren sollten. Ich würde mich freuen, wenn viele Kirchenlamitzerinnen und Kirchenlamitzer mitmachen. Jede Fahrt hilft.“

Landrat Peter Berek sagt dazu: „Mit diesem sehr praktischen Projektansatz geht es uns einmal mehr darum, das smarte Fichtelgebirge anfassbar zu machen und ganz konkrete Mehrwerte für den Radverkehr im Landkreis zu schaffen. Für mich ist dabei besonders bemerkenswert, dass wir mit der Ideenkultuvierung GmbH einen heimischen Partner gefunden haben und Kirchenlamitz als Pilotstadt bereitstand. Für solche Erfolge brauchen wir eine breite Mitmach-Kultur, dafür schon jetzt herzlichen Dank.“

Radspur App

Die Teilnahme ist einfach: App herunterladen, beim Radfahren aktivieren – und losradeln.

Radspur im Google Play Store

Radspur im Apple App Store:

Hintergrund:
Mit der Initiative „Smartes Fichtelgebirge“ treibt der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge gemeinsam mit Partnern aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft die digitale Entwicklung der Region voran. Ziel ist es, durch innovative Projekte konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen zu schaffen. Ein Baustein dieser Initiative ist das EU-geförderte Programm PilotInnCities, in dessen Rahmen fünf Gewinnerteams ihre digitalen Lösungen im Landkreis in einem sechsmonatigen Pilotprojekt erproben. Die Radspur-App ist eines dieser Projekte.