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Artenschutz per App und die Rückkehr eines historischen Förderturms

Was der Naturpark Fichtelgebirge für die nächsten Monate plant

Gute Nachrichten gab es in der Mitgliederversammlung des Naturparks Fichtelgebirge für Arzberg und alle Freundinnen und Freunde des dortigen Bergwerks: Der Förderturm des „Kleinen Johannes" – zugleich eine Infostelle des Naturparks Fichtelgebirge – soll noch in diesem Jahr wieder errichtet werden. Das Gebäude hat für die Bergbaustadt eine besondere Bedeutung. Möglich wird der Wiederaufbau durch den Fichtelgebirgsverein Arzberg und den Hauptverein, die dafür Spenden in beträchtlicher Höhe gesammelt haben und die Stadt Arzberg dadurch bei der Finanzierung entscheidend entlasten.

Im vergangenen Jahr wurde zudem die Erneuerung der Besucherlenkungseinrichtungen am „Steinbruchweg Epprechtstein" der Stadt Kirchenlamitz abgeschlossen. Als Nächstes stehen umfangreiche Maßnahmen in Nagel an: Dort werden die Kräutergärten sowie der Rundwanderweg „Das Teutsche Paradeiß" grundlegend erneuert, erklärten die Verantwortlichen. Und: Im Artenschutz setzt der Naturpark künftig auf digitale Unterstützung. Mithilfe einer App sollen Standorte invasiver Pflanzenarten wie Lupine, Herkulesstaude und weiterer problematischer Arten systematisch erfasst werden. Auf dieser Datengrundlage lassen sich Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung – insbesondere in Schutzgebieten – künftig besser planen.

Der gesamte Vorstand wurde einstimmig gewählt. Den Vorsitz teilen sich weiterhin die Landräte Peter Berek, Wunsiedel i. Fichtelgebirge, und Florian Wiedemann, Bayreuth. Als 1. Schriftführerin wurde Margit Bayer, 1. Bürgermeisterin der Stadt Waldershof, bestätigt, als 2. Schriftführer Ferdinand Reb, Geschäftsführer der Tourismuszentrale Fichtelgebirge. Das Amt des 1. Schatzmeisters übernimmt Oberbürgermeister Oliver Weigel (Stadt Marktredwitz), das des 2. Schatzmeisters Holger Bär, 1. Bürgermeister der Stadt Goldkronach. Dem Vorstand gehören außerdem Michael Grosch (Bayerische Staatsforsten), Robert Geiser (AELF Bayreuth-Münchberg), Rainer Schreier (Fichtelgebirgsverein) und Harald Fischer (Bayerischer Bauernverband) an. Für die Rechnungsprüfung wurden Sabrina Kaestner, 1. Bürgermeisterin der Stadt Marktleuthen, sowie Sebastian Voit, 1. Bürgermeister der Gemeinde Fichtelberg, gewählt. Voit tritt damit die Nachfolge von Günter Pöllmann an, der das Amt seit 2014 zuverlässig ausgeübt hatte. Ronald Ledermüller dankte Pöllmann für seinen langjährigen Einsatz und überreichte ihm ein Präsent. Auch die Vorsitzenden Peter Berek und Florian Wiedemann schlossen sich dem Dank an.

Dank für langjähriges Engagement: Die Vorsitzenden Landrat Peter Berek und Landrat Florian Wiedemann verabschieden Günter Pöllmann nach über zehn Jahren als Rechnungsprüfer des Naturparks Fichtelgebirge e. V. (v. l.: Ronald Ledermüller, Landrat Florian Wiedemann, Günter Pöllmann, Landrat Peter Berek)