BLSV-Sportversicherung für Flüchtlinge

BLSV-Sportversicherung für Flüchtlinge

Auch den organisierten Sport in Bayern stellt die Flüchtlingswelle vor neue Herausforderungen. Viele Vereine bieten bereits
spezielle Sportangebote für Flüchtlinge und Asylbewerber an.

"Vor allem für Kinder und Jugendliche ist es eine
schwierige Situation", so Günther Lommer, Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV). "Sport und Bewegung können für oft traumatisierte Menschen letztlich nur eine kleine Abwechslung bieten, dennoch ist das Engagement unserer Vereine nicht hoch genug einzuschätzen."

Damit durch dieses Engagement nicht auch noch zusätzliche finanzielle Belastungen auf die Vereine zukommen, übernimmt der BLSV die kompletten Kosten für eine pauschale Sportversicherung aller Flüchtlinge und Asylbewerber, die an Angeboten der BLSV-Mitgliedsvereine teilnehmen.

Die Versicherung ist gültig für alle BLSV-Mitgliedsvereine. Abgedeckt sind Unfall- und Haftpflichtschäden im Rahmen der aktuellen Sportversicherung, die der BLSV für seine Vereine mit der ARAG abgeschlossen hat. Wichtigstes Gebot ist dabei die unbürokratische Abwicklung. "Die teilnehmenden Personen müssen dem BLSV nicht gemeldet werden. Die Flüchtlinge
und Asylbewerber benötigen keinen Mitgliedsstatus für diese Versicherung. Die Vereine sollen nicht mit zusätzlichem bürokratischem Aufwand belastet werden", so BLSV-Präsident Günther Lommer.

Sollten die Flüchtlinge und Asylbewerber allerdings länger im Verein bleiben und am Spiel- oder Mannschaftsbetrieb teilnehmen, müssen sie als Mitglieder gemeldet werden. Sonst könnte für sie keine Startberechtigung oder ein Spielerpass beantragt werden. Über diese Anmeldung sind sie dann ohnehin in der standardmäßigen Sportversicherung des BLSV versorgt.

Quelle:  www.blsv.de

In der Ausgabe 45/2014 des bayernsports und auf  www.blsv.de finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Asyl und Sport.