Patientenverfügung


 Patienten-Verfügung
... brauch' ich doch nicht??? Das ist doch noch so weit weg ...
                                                                                                                                                          
Niemand wünscht sich das - aber Sie könnten jederzeit einen Unfall haben. EinenSchlaganfall. Vielleicht auch bemerken Sie schon seit einiger Zeit, dass Sie sich Vieles nicht mehr so gut merken können wie früher. Oder aber es könnte sich durch unglückliche Umstände eine psychische Krankheit herausbilden.
 
Tun Sie sich selbst den Gefallen - legen Sie fest, wie Sie behandelt werden möchten, wenn Sie selbst irgendwann einmal nicht mehr klar entscheiden können. 
  
Warum ist eine Patientenverfügung so wichtig? Patientenverf%25C3%25BCgung

Solange Sie mit klarem Willen in eine medizinische Behandlung einwilligen können, ist alles in Ordnung. Dann können Sie mit dem Arzt sprechen und bestimmen, welche Behandlung Sie wollen. Aber was ist, wenn Sie das in kritischen Situationen, insbesondere in der letzten Lebensphase, nicht mehr können?
 
Dann sind Sie darauf angewiesen, dass ein Bevollmächtigter oder ein Betreuer für Sie in eine medizinische Behandlung einwilligt. Sie machen es Ihrem Bevollmächtigten oder Betreuer viel leichter, wenn dieser genau weiss, wie Sie behandelt werden wollen, was Sie akzeptieren. Und was Sie nicht wollen.
%255F4Wenn Sie nicht aufschreiben, wie Sie behandelt werden wollen, dann muss erst Ihr "mutmaßlicher Wille" ermittelt werden. Dazu fragt man den Bevollmächtigten oder den Betreuer. Wenn diese es nicht wissen oder wenn es keinen entsprechenden Vertreter gibt, dann werden Angehörige befragt - darüber vergeht viel Zeit. Wertvolle Zeit.
 
Und selbst, wenn Sie mit Ihren Angehörigen öfter darüber gesprochen haben, welche medizinischen Schritte unternommen, welche unterlassen werden sollen, wird für Ihre Angehörigen im konkreten Fall eine Entscheidung über Leben und Tod dann doch sehr schwer.
 

Wenn Sie ihre Behandlungs- und Pflege-Wünsche schriftlich niedergelegt haben, werden Behandlungsentscheidungen sicherer

 
  • Achten Sie bei der Abfassung Ihrer persönlichen Patienten-Verfügung darauf, dass sie nicht nur allgemeine Formulierungen enthält.

    "In Würde sterben, wenn ein bewusstes und erträgliches Leben nicht mehr möglich erscheint" - das ist für jeden etwas anderes. Darum schreiben Sie ganz konkret, wann Sie eine Behandlung nicht mehr wünschen. Z.B., wenn Sie sich im unmittelbaren Sterbeprozess befinden. Oder im Endstadium einer tödlich verlaufenden Krankheit, einer genauer zu beschreibenden Gehirnschädigung.  Ob Sie Schmerzmittel bekommen wollen. Ob der Durst gestillt werden soll. Ob das Atmen erleichtert werden soll. Ob Sie weiterhin ernährt werden wollen. Sprechen Sie wegen  Ihrer Verfügung auch mit Ihrem Arzt.   

  • Denken Sie auch an Zeiten der Pflege - wenn Sie z.B. auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch sind, notieren Sie diese. Oder wenn Sie Bettgitter oder Fixierungen nur als allerletzte Lösung nach dem Ausprobieren von weniger einschneidenden Maßnahmen (Sturz-Schutz-Hosen, Kopf-Schutz, Niederflurbetten etc.) akzeptieren - schreiben Sie das in Ihre Patienten-Verfügung. Wenn Sie Ihr Leben lang nicht vor 23 Uhr ins Bett gingen - schreiben Sie es fest, dass dies auch im Pflegefall so sein darf.   

  • Und denken Sie bitte auch daran: Als junger Mensch sagt man sehr %255F2schnell - wenn ich nur noch im Bett liege, will ich nicht mehr leben ... .... als älterer Mensch ... ändert sich das sehr häufig. Oft wird man als älterer Mensch genügsamer, man ist mit weniger zufrieden. Es kann gut sein, dass Sie an anderen Dingen Freude haben und auch mit schwerer Krankheit leben wollen.
       
    Holen Sie sich deshalb alle ein, zwei Jahre Ihre Patienten-Verfügung heraus, lesen Sie sie durch und prüfen Sie, ob die Verfügung noch so für Sie passt. Setzen Sie das aktuelle Datum und Ihre Unterschrift erneut drauf - das ist ein Indiz dafür, dass sich Ihr Wille nicht geändert hat.
 
Es geht um Ihre Lebensqualität !
 
In diesem Ratgeber finden Sie viele Hinweise und Anregungen:
                                                      
                                                      Patientenverfügung des Bundesministeriums der Justiz
 
Inzwischen gibt es online viele Patientenverfügungen - so könnte eine Patientenverfügung Jan 15 (nur Muster) abgefasst sein.
 
Qualifizierte Informationen zum Thema Patientenverfügung können Sie bei uns im Landkreis von der Hospiz-Initiative Fichtelgebirge e.V. erhalten:
Tel. 0177 - 59 10 177.
 
Die Hospiz-Initiative informiert auch zu den Bereichen Hospiz und Palliativ-Versorgung, zur Sterbebegleitung und zur Trauerarbeit.
 
Ihr Ansprechpartner
Herr Paul Göths
Zimmer Nr. 2.77
Tel.: 09232 80-104
Fax.: 09232 809-104

paul.goeths@landkreis-wunsiedel.de
Ihr Ansprechpartner
Kreuzer, Karin
Frau Karin Kreuzer
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Fax.: 09232 809-102

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Ihr Ansprechpartner
Lanzendörfer, Elly
Frau Elly Lanzendörfer
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Fax.: 09232 809-105

elly.lanzendoerfer@landkreis-wunsiedel.de