Optionskinder

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit von Kinder ausländischer Eltern

(§ 4 Abs. 3 Staatsangehörigkeitsgesetz – StAG )

Seit dem 01.01.2000 erwirbt auch ein Kind ausländischer Eltern automatisch per Gesetz die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn
  • es in Deutschland geboren ist

    und

  • mindestens ein Elternteil am Tag der Geburt seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland hat

    und

  • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt oder freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger oder gleichgestellter Staatsangehöriger eines EWR-Staates (Island, Liechtenstein, Norwegen) ist.


Den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit stellt das Standesamt, bei dem die Geburt des Kindes beurkundet wird, fest und trägt darüber einen Hinweis im Geburtenregister ein.


Nach Erreichen der Volljährigkeit muss das Kind sich entscheiden (Optionspflicht), ob es weiterhin die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit behalten möchte.

Nach dem 18. Geburtstag informiert die Staatsangehörigkeitsbehörde das Kind über die Optionspflicht.

Entscheidet es sich für die deutsche Staatsangehörigkeit, muss es die ausländische Staatsangehörigkeit abgeben. (§ 29 StAG)


Entscheidet es sich für die ausländische Staatsangehörigkeit, geht die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch verloren.
Der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit tritt ebenfalls ein, wenn sich das Kind nicht bis spätestens zur Vollendung des 23. Lebensjahres durch Erklärung bei der Staatsangehörigkeitsbehörde entschieden hat oder bis dahin nicht den Nachweis über den Verlust der ausländischen Staatsangehörigkeit erbracht hat.

Ihr Ansprechpartner
Frau Monika Bachmann
Zimmer Nr. E.23
Tel.: 09232 80-290
Fax.: 09232 809-290

monika.bachmann@landkreis-wunsiedel.de
Ihr Ansprechpartner
Frau Gisela Nickl
Zimmer Nr. E.23
Tel.: 09232 80-289
Fax.: 09232 809-289

gisela.nickl@landkreis-wunsiedel.de