Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

 

Der demografische Wandel stellt den Landkreis, Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen.
Die Kommunen als die Orte, in denen die Menschen leben, müssen auf die umfassenden Veränderungen reagieren und ihre kommunale Seniorenarbeit neu orientieren und gestalten.

Politik für ältere Menschen muss sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Senioren orientieren. Zeitgemäße Seniorenpolitik soll vor allem dem Gedanken Rechnung tragen, dass Menschen so weit wie möglich selbst bestimmt leben wollen.

Ausgehend von diesem Grundgedanken hat der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge nach einer gründlichen Bestandsaufnahme der dafür maßgeblichen Strukturen das „Seniorenpolitische Gesamtkonzept" erarbeitet. Dieses Konzept enthält Empfehlungen und Strategien, die dazu beitragen sollen, die Strukturen für einen seniorengerechten Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge" zu stabilisieren und noch weiter auszubauen. Ein Konzept, das lebt und in regelmäßigen Abständenweiterentwickelt werden muss.

Für das Seniorenpolitische Gesamtkonzept sind eine ganze Reihe von Handlungsfeldern berücksichtigt worden:
 

  1. Integrierte Orts- und Entwicklungsplanung

  2. Die Lebensqualität älterer Menschen wird maßgeblich geprägt von den örtlichen Gegebenheiten und vorhandenen Angeboten. Vor allem für Senioren mit Mobilitätseinschränkungen sind Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, seniorengerechte Gestaltung von Straßen und Gehwegen und öffentliche Verkehrsanbindung entscheidend für eine selbständige Lebensführung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
     
  3. Infrastruktur/Mobilität

  4. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherstellung bzw. der Erhalt von Möglichkeiten, sich wohnortnah mit
    Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs versorgen zu können. Darüber hinaus gehört die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in den Kommunen zu diesem Handlungsfeld. 
     
  5. Wohnen/Wohnumfeld/komplementäre Dienste

  6. Wohnen zu Hause und das „Wohnen bleiben" ist ein zentrales Handlungsfeld mit einer Vielzahl von Angeboten, die von der Wohnungsberatung bis hin zu alternativen Wohnformen sowie ambulant betreuten Wohngemeinschaften reichen.
     
  7. Pflege

  8. Pflege beinhaltet neben den stationären Pflegeplätzen die häusliche Versorgung durch ambulante Dienste und
    Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Auch Tagespflege, Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege sind Bestandteil dieses Handlungsfeldes.
     
  9. Bürgerschaftliches Engagement für und von Senioren/Begegnung/Generationenübergreifende Angebote

  10. Bürgerschaftliches Engagement für und von Seniorinnen und Senioren ist mit der Zunahme der Zahl Älterer und durch
    die Veränderung familiärer Strukturen als ein eigenständiger und wichtiger Schwerpunkt der Seniorenarbeit weiterzuentwickeln. 
     
  11. Präventive Angebot

    Prävention in Bezug auf das Altern beinhaltet vor allem die Aufgabe, sich selbst zu helfen, bevor Hilfe nötig wird und bezieht sich vor allem auf Gesundheitsförderung und medizinische Aspekte. Sie umfasst im Weiteren aber auch soziale Aspekte wie die soziale und gesellschaftliche Integration Älterer. 
     
  12. Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit
  13. Es geht generell darum, in welcher Art und Weise ratsuchende Bürgerinnen und Bürger fachkundige  Beratung zum Thema „Älter werden" vermittelt wird. Inzwischen ist in jeder Kommune ein Seniorenbeauftragter benannt worden. Jetzt ist es Aufgabe des Landkreises diese Tätigkeiten zu koordinieren und zu vernetzen.
     
  14. Steuerung, Kooperation, Koordination und Vernetzung

  15. Ein wichtiges Ziel ist es dabei, Prozesse effizienter zu gestalten und Informationen über träger- bzw. ressortübergreifende Aktivitäten auszutauschen, damit Doppelarbeit möglichst vermieden wird. Auch die Vermittlung ratsuchender Bürgerinnen und Bürger an die zuständigen Fachstellen gehört zu einer guten Vernetzung.
     
  16. Angebote für besondere Zielgruppen

  17. Einige Zielgruppen haben besonderen Hilfe– und Betreuungsbedarf. Hierzu zählen insbesondere Menschen mit Demenz – aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen, vor allem auch mit Depressionen.
     
  18. Hospiz- und Palliativversorgung

  19. Den Sterbenden ihre Schmerzen, andere Beschwerden und pflegerische Probleme so weit als möglich zu erleichtern, sie menschlich zu begleiten und einen Abschied in Würde zu ermöglichen, ist die Grundidee und
    Zielsetzung der Hospiz- und Palliativbewegung. Eine wohnortnahe Versorgungsstruktur auch im Bereich Hospiz- und Palliativversorgung ist aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger wünschenswert und anzustreben.
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Herr Manfred Söllner

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