Krieg in der Ukraine

Überblick über die aktuelle Situation im Landkreis:

Wo können die Geflüchteten im Landkreis untergebracht werden?

Hier gibt es im Wesentlichen die Möglichkeiten:
In Privatunterkünften, die von Freunden oder Familie zur Verfügung gestellt werden oder welche uns als Landkreis über die eigens dafür ins Leben gerufene Immobilienbörse gemeldet worden sind.
In dezentralen Asylunterkünften, welche der Landkreis angemietet hat und in denen freie Kapazitäten vorhanden sind.
In den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber der Regierung von Oberfranken, in welchen ebenfalls freie Kapazitäten vorhanden sind.

Wie und wo werden die Ankömmlinge gemeldet?

Hier gibt es verschiedenen Modelle, die auf die unterschiedlichen Situationen, in denen sich die Flüchtenden befinden können, eingehen sollen.

Bei der Anmeldung sind drei verschiedene Szenarien denkbar:  

  1. Wer im Landkreis ankommt und keine Anlaufstelle oder Unterstützerinnen/Unterstützer hat und somit keine Unterkunftsmöglichkeit hat und mittellos ist – diese Personen müssen sich Ankerzentrum in Bamberg (Erlenweg 4, 96050 Bamberg) melden und werden dort übergangsweise untergebracht und anschließend einer Unterkunft zugewiesen. Sie können kostenlos mit der Deutschen Bahn fahren.
  2. Wer im Landkreis hier ankommt und bei Freunden oder Familie untergekommen und damit für eine Übergangszeit versorgt ist - diese Personen können sich selbst oder über ihre Kontaktperson unter diesem Link bei der Ausländerbehörde des Landkreises anmelden lassen. 
    Außerdem ist bei der Ausländerbehörde ein Antrag auf Aufenthaltstitel zu stellen [Link - Antrag auf Aufenthaltstitel]
  3. Unbegleitete Kinder und Jugendliche melden Sie bitte mit den folgenden Daten: 
    - Name, Vorname
    - Geburtsdatum
    - Einreise-/Ankunftstag
    - Name und Adresse des jetzigen Aufenthaltsort
    - Kontaktdaten Telefonnummer/E-Mail-Adresse
    - Meldung beim Einwohnermeldeamt
    An die E-Mail Adresse: E-Mail oder per Telefon: 09232 80-340
  4. Wer im Landkreis ankommt, privat untergekommen, aber aus persönlichen Gründen auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist – diese Personen
    - melden sich bei der Ausländerbehörde des Landkreises an (siehe Nr. 2) an
    - melden sich bei der Sozialhilfeverwaltung des Landkreises, um ihren Bedarf bekannt zu machen und die Antragsformulare für Asylbewerberleistungen zu erhalten. Am besten erreichen Sie uns per E-Mail (E-Mail oder E-Mail).

Welche Vorbereitungen wurden seitens des Landkreises getroffen?

Der Landkreis hat es sich zum Ziel gesetzt, vorhandene Angebote zu koordinieren und nach Möglichkeit Angebot und Nachfrage möglichst unbürokratisch zusammenzubringen. Zudem sind wir gerne Ansprechpartner bei Fachfragen aller Art.

Im ersten Schritt wurde eine Immobilienbörse eingerichtet, auf welcher Privatpersonen freien Wohnraum anbieten können. Hier sind bis heute überwältigende über 100 Angebote eingegangen.

Ehrenamtlich Engagierte können ihre Hilfsangebote auf einem weiteren Meldeportal des Landkreises eintragen. Hier können sich beispielsweise auch Personen melden, die einerseits Übersetzen können, aber auch andere Hilfsangebote aller Art werden hier gerne entgegengenommen.

Parallel dazu steht unsere Ehrenamtskoordinatorin Elisabeth Golly mit den bestehenden Helferkreisen in Kontakt. Diese Helferkreise, die teilweise seit der Flüchtlingswelle 2015 tätig sind, sind gut organisiert und sehr gut vernetzt. Auch die Hilfsorganisationen im Landkreis sind bereits tätig. Diese funktionierenden Säulen sind aus unserer Sicht ein echtes Plus hier im Fichtelgebirge.

Darüber hinaus sind auch im Hinblick auf mögliche unbegleitete, junge Flüchtlinge zahlreiche Überlegungen angelaufen. Für alle Kinder und Jugendlichen, die zu erwarten sind, werden sich Jugendamt, Schulen und die Kitas im Landkreis vorbereiten.

Gibt es zentrale Sammelstellen für Sachspenden oder eine entsprechende Koordination durch das Landratsamt?

Wir haben alle Aktionen, die uns gemeldet wurden, auf unsere Homepage veröffentlicht und führen bei Bedarf gerne Angebot und Nachfrage zusammen. Wir stehen hier im Austausch mit vielen Initiativen, die ihrerseits Vorbereitungen für solche Anlaufstellen treffen. Diese begleiten wir positiv. Zudem gibt es Vorbereitungen für ein Kommunikationsforum, welches online gehen könnte, falls sich ein Bedarf deutlicher abzeichnet und der Flüchtlingsstrom weiter zunimmt.

Wird es regionale Schwerpunkte bei der Unterbringung der Geflüchteten geben?

Nein, bereits jetzt haben wir flächendeckend Angebote erhalten. Auch alle Kommunen haben bereits ihr Unterstützung zugesagt. Dafür sind wir sehr dankbar und werden diese dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten bevorzugt nutzen. Natürlich gibt es auch Vorbereitungen, beispielsweise Turnhallen zu nutzen. Dies ist aus unserer Sicht allerdings nur der letzte Schritt – vor allem auch im Sinne der Flüchtenden.

Wie ist es für die Geflüchteten in Sachen Corona Testungen und Impfungen bestellt?

Alle von ihnen haben einen Anspruch auf kostenlose Bürgertestungen und können jederzeit eines der Impfangebote im Landkreis annehmen.