Staatsangehörigkeitsrecht

Der Bereich Staatsangehörigkeitsrecht umfasst folgende Themenbereiche:


Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit (Staatsangehörigkeitsausweis)

Ein Staatsangehörigkeitsausweis ist eine Urkunde, die den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit zum Zeitpunkt der Ausstellung bestätigt.

Diese Urkunde wird zur Vorlage bei anderen Behörden, z.B. im Adoptionsverfahren, im Ein-bürgerungsverfahren des Ehegatten, für bestimmte Berufszweige etc.) benötigt.

Antragsformulare erhalten Sie bei der Staatsangehörigkeitsbehörde. Dort wird Ihnen auch mitgeteilt, welche Unterlagen für die Bearbeitung des Antrags erforderlich sind.

Gebühr: 25 €

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung

Wenn Sie schon längere Zeit als Ausländer in Deutschland leben und Ihr Aufenthalt dauerhaft bleiben wird, können Sie sich unter bestimmten Voraussetzungen einbürgern lassen. Damit erwerben Sie die deutsche Staatsangehörigkeit und haben alle Rechte und Pflichten eines Deutschen. Grundlage hierfür sind die Regelungen des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG).

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige wichtige Hinweise und Informationen zum Einbürgerungsverfahren geben:

Weitere Informationen zum Thema Staatsangehörigkeit und Einbürgerung unter: 

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit von Kindern ausländischer Eltern und Überwachung der Optionspflicht (Optionskinder)

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit von Kinder ausländischer Eltern (§ 4 Abs. 3 Staatsangehörigkeitsgesetz – StAG )

Seit dem 01.01.2000 erwirbt auch ein Kind ausländischer Eltern automatisch per Gesetz die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn

  • es in Deutschland geboren ist und
  • mindestens ein Elternteil am Tag der Geburt seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland hat und
  • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt oder freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger oder gleichgestellter Staatsangehöriger eines EWR-Staates (Island, Liechtenstein, Norwegen) ist.

Den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit stellt das Standesamt, bei dem die Geburt des Kindes beurkundet wird, fest und trägt darüber einen Hinweis im Geburtenregister ein.

Nach Erreichen der Volljährigkeit muss das Kind sich entscheiden (Optionspflicht), ob es weiterhin die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit behalten möchte.

Nach dem 18. Geburtstag informiert die Staatsangehörigkeitsbehörde das Kind über die Optionspflicht.

Entscheidet es sich für die deutsche Staatsangehörigkeit, muss es die ausländische Staatsangehörigkeit abgeben. (§ 29 StAG)

Entscheidet es sich für die ausländische Staatsangehörigkeit, geht die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch verloren. Der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit tritt ebenfalls ein, wenn sich das Kind nicht bis spätestens zur Vollendung des 23. Lebensjahres durch Erklärung bei der Staatsangehörigkeitsbehörde entschieden hat oder bis dahin nicht den Nachweis über den Verlust der ausländischen Staatsangehörigkeit erbracht hat.